Stadt: Ehemaliges Duisburger Stadtbad hat Käufer

Stadtbad Duisburg. Foto: Steffen Schmitz/CC BY-SA 3.0

Duisburg (aw). Viele Jahre stand das ehemalige Stadtbad an der Ecke Duisburger-/Walther-Rathenau-Straße in Duisburgs Stadtteil Hamborn leer und verfiel zusehends. Ende Januar teilte die Stadtverwaltung mit, dass sich ein Investor für die Immobilie interessiert und diese erwerben möchte. Kommt dieses Geschäft zustande, soll aus dem Stadtbad ein Bürogebäude werden. Es wäre dem baufälligen Gebäude zu wünschen, denn mehr als zwanzig Jahre Leerstand und ein Großbrand 2013 haben der teilweise denkmalgeschützten Substanz schwer zugesetzt. Entsprechend einer Pressemitteilung soll es sich bei dem Investor um ein Joint Venture handeln.

1938 wurde das Stadtbad eröffnet, der Architekt war Franz Steinhauer. Der Bau der Immobilie unter Verwendung von Backsteinen (Backsteinexpressionismus) startete 1929, die Kosten wurden mit 2,5 Millionen Reichsmark angegeben. Wegen möglicher Bergbauschäden wurden die Becken in einer Eisenbeton-Ausführung in Auftrag gegeben, die über Gleitlagern stehen. Bei Bodenabsenkungen hätten diese die Beckenkonstruktion wieder in die horizontale Lage rücken können. Aufgrund diverser Schwierigkeiten während der Bauphase ruhten die Arbeiten eine lange Zeit. Ursprünglich sollten Damen und Herren hier getrennt schwimmen, dazu am es allerdings nicht. 1945 sollte das linke Becken mit einer Holzdecke abgedeckt werden.

Zerstörung nach Großbrand

Das frühere linke Schwimmbad, welches mit einem Zwischenboden auf Ständerwerk aus Holz abgedeckt war und als Sporthalle genutzt wurde, stand im März 2013 in Flammen. Der Einsatz gestaltete sich schwierig und gefährlich. Insgesamt dauerten die Löscharbeiten 35 Stunden. Das Technische Hilfswerk (THW) sorgte für Strom und leuchtete die Einsatzstelle aus. Die Kriminalpolizei konnte eine Brandstiftung als Ursache feststellen, auch ein Feuerwehrmann berichtete beim Eintreffen nach der Alarmierung von mehreren Brandherden.

2016 brannte die Sporthalle im ehemaligen Hamborner Stadtbad erneut. Die Wehrleute, die sich den Zugang zum leerstehenden Stadtbad verschaffen mussten, entdeckten zwei Brände in einem Lagerraum und einem Gerätelager in der Sporthalle.

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