St. Nikolaikirche erhält Förderung

St. Nikolaikirche. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

Schwanefeld (dsd). Jetzt brachte Claus Mangels, Ortskurator Magdeburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), im Beisein von Johanna Grude von Lotto Sachsen-Anhalt einen Fördervertrag über 25.000 Euro für die Dachdeckungsarbeiten an der St. Nikolaikirche in Schwanefeld im Landkreis Börde an Wolfgang Towara vom Förderverein zur Sanierung der evangelischen Kirche Schwanefeld e.V. Möglich wurde die Förderung durch zweckgebundene Spenden privater Förderer sowie Mittel der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die DSD seit 1991 ist.

Die Dorfkirche von Schwanefeld entstand um 1200 als verhältnismäßig großer Feldsteinbau. Dem romanischen Saalbau aus Bruchstein wurde vermutlich um 1200 im Westen ein Querturm in der Breite des Kirchenschiffs vorgelagert. Das Glockengeschoss kam später hinzu. Von dem ehemals vorhandenen Chor bzw. einer Apsis kündet ein vermauerter Rundbogen. Der im Äußeren für eine Dorfkirche aufwendig wirkende Bau erscheint im flachgedeckten Inneren trotz der Emporen von 1677 und dem kleinen Schnitzaltar aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert eher schlicht. Eine West- sowie eine kurze Nordempore schmücken den Raum. Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Bauwerk letztmalig umgestaltet.

Bei der Dorfkirche von Schwanefeld handelt es sich um ein Baudenkmal von überregionaler Bedeutung mit eigentümlicher Baugestaltung und von interessanter, noch genau zu erforschender Baugeschichte. Die beabsichtigten Maßnahmen ermöglichen endlich die grundlegende Sanierung dieses unentdeckten Kleinods. Ein sehr aktiver Förderverein unterstützt die Kirchengemeinde.

Die bisher ausgeführten Arbeiten wurden sauber und ordentlich durchgeführt. Sie dienen der Erhaltung des Status Quo und der Verbesserung des Klimas im Inneren. Die restauratorischen Befunde und Bauforschungen haben bereits einige Überraschungen zu Tage gefördert. Dazu gehören die Abmessungen des ehemaligen Chorbereichs sowie die Lage eines ehemaligen Anbaus auf der Südseite, der nur vom Kirchenschiff aus begangen werden konnte.

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