St. Antony-Hütte neuer Ankerpunkt der Route der Industriekultur

Außenansicht der St. Antony-Hütte. Foto: LVR-Industriemuseum

Oberhausen (aw). Seit Mitte Dezember gibt es einen neuen Ankerpunkt auf der Route der Industriekultur. Das LVR-Industriemuseum St. Antony-Hütte in Oberhausen ist als neuer und damit 26. Ankerpunkt aufgenommen worden. Die Anerkennung als Ankerpunkt ist ein Qualitätssiegel und gleichzeitig ein Qualitätsversprechen für Besucherinnen und Besucher. Die Ankerpunkte der Route der Industriekultur – Museen, Ausstellungen, Panorama-Aussichtspunkte und historisch bedeutsame Siedlungen – bilden den Kern der Route Industriekultur und zeugen von der industriekulturellen Vielfalt im Ruhrgebiet. Sie stellen die industriellen Entwicklungen im Ruhrgebiet dar und haben Städte und deren Umgebung in der Region wesentlich geprägt.

Um als Ankerpunkt anerkannt zu werden, sind gewisse Vorraussetzungen notwenig. Dabei ist die industriegeschichtliche Bedeutung und Authentizität des Ortes, die touristische Infrastruktur, der Erlebniswert sowie das Kultur- bzw. Eventangebot – Anforderungen, die die St. Antony-Hütte sämtlich erfüllte. Eine Expertenrunde des Regionalverbandes Ruhr (RVR) begutachtete die St. Antony-Hütte und sprach sich einstimmig für ihre Aufnahme aus. Das Bewertungsgremium bescheinigte dem Schauplatz des LVR-Industriemuseums eine außergewöhnliche industriegeschichtliche Bedeutung. Die Hütte gilt als Geburtsstätte der Eisenindustrie und erzählt heute mit einer Dauerausstellung und einem industriearchäologischen Park vom Beginn der Eisen- und Stahlindustrie. Einen vergleichbaren Ankerpunkt aus dieser Periode gibt es nicht. Außerdem ist sie Freiraum und Erlebnisort für Nachbarn und Gäste.

Kornelia Panek, Leiterin des LVR-Industriemuseums St. Antony-Hütte, ist hocherfreut über die einhellige Zusage und verspricht auch für 2020 ein abwechslungsreiches Angebot mit Führungen, Events sowie einer neuen Sonderausstellung. Ein besonderes Ereignis wird auch der 250. Geburtstag des einstigen Hüttendirektors Gottlob Julius Jacobi sein.

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