Spendenaufruf für Wiesbadener Marktsäule erfolgreich

Wiesbaden (pm/aw). Für die Marktsäule in Wiesbaden machte sich das Ortskuratorium Wiesbaden der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) stark und startete einen erfolgreichen Spendenaufruf. Nun kann die DSD dank der zahlreichen Spenden, der Erträge der Lotterie GlücksSpirale und denen der treuhänderischen Nassauischen Denkmalstiftung in der DSD einen Fördervertrag über 50.000 Euro für die Natursteinarbeiten an den Außenwänden der Säule zur Verfügung stellen.

Mitten auf dem Marktplatz zwischen dem Rathaus und der Marktkirche steht die 1900/1902 errichtete Marktsäule, die mit dem Marktkeller das Stadtbild prägt. Die historistische Anlage erhebt sich auf quadratischem Grundriss und wird von einer Balustereinfriedung umschlossen. Zum Ensemble gehört eine erhöhte, aus Sandstein errichtete Platzanlage mit Freitreppen. Eine Treppenanlage führt in den Marktkeller.

Die Marktsäule ist ein Säulenbrunnen mit Entlüftungsschacht. Die Basis bildet eine etwa 2,5 Meter hohe, sich nach oben verjüngende Sockelzone mit Brunnen auf der Süd- und Nordseite. Darüber liegt die Säulenbasis mit je einem muschelförmigen Zierstein. Plastisch gearbeitete, lebhafte Putti bevölkern mit üppigem floralem Schmuck und Wappenkartuschen diese Zone. Den 3,50 Meter hohen roten Säulenschaft schmücken schräge Kanneluren, die im oberen Säulendrittel von einem Reliefband mit Darstellungen der Tierkreiszeichen begrenzt werden. Das etwa 1 Meter hohe Kapitell ragt mit seinem plastischen Schmuck weit über den Säulenschaft hinaus und zeigt unter dem Abakus, der den Laternensockel trägt, in jeder Himmelsrichtung ein Gesicht für die Tageszeiten. Den Abschluss bildet eine aus diagonalen Metallbändern gefertigte kuppelförmige Laterne mit bekrönendem Dachknauf.