Sophienpark in Kirchberg/Jagst erhält Förderung

Stuttgart/Kirchberg an der Jagst (pm). Der Sophienberg in Kirchberg an der Jagst ist als Landschaftsgarten in englischem Stil angelegt. Von 1783 an hatte Fürst Christian Friedrich Karl zu Hohenlohe die Anhöhe gegenüber seines Stammsitzes Schloss Kirchberg nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten umgestalten lassen und seiner Frau zu Ehren „Sophienberg“ genannt. Lange Jahre sind die Pflege des Parks und seiner Bauwerke vernachlässigt worden. Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg unterstützt die Stadt Kirchberg als Eigentümerin jetzt bei der Instandsetzung mit 33.000 Euro.

Als Kontrast zum streng formalen Barockgarten absolutistischer Herrschaftshäuser sollte eine „nach englischer Manier“ gestaltete Anlage damals zugleich die Hinwendung zu den Idealen der Aufklärung ausdrücken. So wurde auch die knapp fünf Hektar große Anlage in Kirchberg als „begehbares Landschaftsgemälde“ konzipiert. Der angestrebten „Natürlichkeit“ lagen nichtsdestotrotz höchstes gärtnerisches Können, jahrzehntelange Bemühungen und ein erhebliches Ausmaß an Geduld zugrunde, um den in Wirklichkeit sorgsam entworfenen Bepflanzungsplan umzusetzen. Wege wurden so angelegt, dass sie überraschende Sichtachsen freigeben. Und die eingefügten Monumente waren so platziert und gestaltet, dass sie möglichst effektvoll wirken.

Dazu gehört etwa der sogenannte Belvedere-Bau, nach der damals verbreiteten China-Mode in fernöstlichem Stil errichtet. Er bietet nicht nur eine bemerkenswerte Aussicht auf das Jagsttal, sondern von Schloss Kirchberg aus betrachtet auch selbst einen pittoresken Anblick. Im Park finden sich außerdem ein Teehaus, zahlreiche Kleindenkmale, etwa Säulenstümpfe oder Altäre in antikem Stil, sowie künstliche Ruinen: Ein Torbogen und eine Kapelle in gotischer Formensprache sollten auf eine besonders malerisch-melancholische Wirkung abzielen.

Umfangreiche Voruntersuchungen haben den Zustand des lange vernachlässigten Kultur- und Naturdenkmals dokumentiert. In einem ersten Bauabschnitt sollen nun zuerst Schäden an Gebäuden behoben sowie Monumente gesichert und instandgesetzt werden. Daneben gilt das Augenmerk auch dem wertvollen historischen Pflanzenbestand des Parks.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

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