Sinteranlage in Duisburg wird abgerissen

Geplant war es schon lange, jetzt startet der Abbruch der ehemaligen Sinteranlage an der Helmholtzstraße in Meiderich. Eine entsprechende Genehmigung liegt der Stadt Duisburg vor. Die 100-prozentige Beteiligungsgesellschaft des Landes NRW – NRW Urban – benötigt für den Abbruch rund sechs Monate, danach sollen auf dem Gelände Grün- und Freizeitflächen entstehen. Bis auf das Gebläsehaus mit seinem 120 Meter hohen Schornstein werden rund 11.000 Quadratmeter mit geschätzten 5.000 Tonnen Altstahlschrott abgebrochen. Das Gebläsehaus soll folgen, sobald finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

1957 nahmen die Phoenix-Rheinrohr AG Vereinigte Hütten- und Röhrenwerke – ein Nachfolger der Vereinigten Stahlwerke AG – die Sinteranlage in Betrieb und bereitete dort die Erze für die Hochöfen der Hüttenwerke Phoenix in Ruhrort für den Prozess der Roheisengewinnung auf. Thyssen übernahm das Werk 1964 und stellte den Betrieb 1983 ein. 1994 kaufte die damalige Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) auf Antrag der Stadt Duisburg die Industriebrache.

Das ausführende Abbruchunternehmen wird heute die Baustelle einrichten. Das Gelände wird bis zu seiner Herrichtung gesperrt bleiben, ein Wachdienst kontrolliert das Grundstück. Im Sommer 2013 kam es auf dem Gelände zu einem tödlichen Unfall, als ein 15-jähriges Mädchen beim klettern an der Sinteranlage abstürzte.

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