Sinteranlage in Duisburg ist Geschichte

Duisburg-Meiderich (aw). Seit einigen Monaten waren die Entkernungs- und Abbruchmaßnahmen an der alten, 1983 stillgelegten Sinteranlage des ehemaligen Ruhrorter Hüttenwerks im Gange, seit heute ist bis auf den Kamin eine Ära beendet. Pünktlich um 14 Uhr wurden die 80 Schneidladungen im etwa 50 Meter hohen Übergabegebäude gezündet, dann wurden rund 5.000 Tonnen Stahl und Beton zu Fall gebracht. 26 Kilogramm Sprengstoff hatte die Thüringer Sprenggesellschaft mbH unter der Leitung von Sprengmeister Martin Hopfe im Gebäude platziert. Aufgrund der Gebäudehöhe wurde ein weitläufiges Areal, darunter auch der Güterbahnhof von ThyssenKrupp, gesperrt. 10 Personen platzierte man zusätzlich, um ein illegales Betreten von Schaulustigen zu vermeiden.

Ursprünglich wollte man das gesamte Gebäude nach und nach abtragen, die Arbeiten sollten bereits im Frühjahr abgeschlossen sein. Letztendlich entschied man sich aufgrund der Verzögerung doch für eine kontrollierte Sprengung. Wenn die Rückbauarbeiten komplett abgeschlossen sind, wird das Gelände aufbereitet und für den Landschaftspark Nord erweitert. Hopfe, der für kuriose Sprengungen bekannt ist, will im nächsten Jahr das 138 Meter hohe Funkhaus am Raderberggürtel umlegen. Ein so hohes Gebäude wurde nach Angaben des Sprengmeisters auf der ganzen Welt noch nicht zu Fall gebracht. Die Aufgabe in Duisburg jedenfalls soll für das Thüringer Unternehmen keine wirklich große Sache gewesen sein.

Video von der Sprengung

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