Schloss Hämelschenburg mit Bronzeplakette veredelt

Schloss Hämelschenburg. Foto: Rolfcosar/CC BY-SA 4.0

Emmerthal (dsd/aw). Dietrich Burkart, Ortskurator Hameln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbrachte jetzt auf Schloss Hämelschenburg in Emmerthal (Landkreis Hameln-Pyrmont) Lippold von Klencke eine Bronzeplakette zur Erinnerung an die gelungene Restaurierung des nordöstlichen Giebels am Südflügel des Schlosses. Auf dieser befindet sich der Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“.

Dadurch bleibt das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren. Die private DSD unterstützte die Maßnahmen mit 66.000 Euro. Das südwestlich von Hannover zwischen Hameln und Bad Pyrmont liegende Schloss gilt als Hauptwerk der Weserrenaissance.

Beeindruckende Historie

1437 erwarb die Familie von Klencke ein Rittergut, zu dem auch eine Burg gehörte. Die Burg wurde bei einem Brand 1544 völlig vernichtet. Man errichtete daraufhin ein Schloss. Zwanzig Jahre später wurde die heutige Schlosskirche errichtet, die als der älteste freistehende protestantische Kirchenbau Deutschlands gilt. 1588 erhielt Schloss Hämelschenburg seine bis heute prägenden Renaissanceformen.

Ende des 19. Jahrhunderts wurden der mittlere und der nördliche Flügel zu Wohnzwecken umgebaut. Aus Küche, Pferdestall und Brauhaus wurde ein großzügiges Wohnzimmer, ein Tanz- und ein Esssaal. Den romantischen Vorstellungen der Zeit entsprechend wurde der Putz an den Außenwänden des Schlosses abgeschlagen, um das Bruchsteinmauerwerk freizulegen. Nach dem Krieg nahm man im Schloss Ausgebombte, Vertriebene und Flüchtlinge auf, für die eigene Wohneinheiten geschaffen wurden, ohne die historischen Räume des Erdgeschosses zu beeinträchtigen, die heute museal genutzt werden.

Ausführliche Sanierungsarbeiten

Schäden waren am aufgehenden Sandsteinmauerwerk zu beseitigen, darunter Risse, offene Fugen, die Ablösung des Giebels und Verwerfungen an den Werksteinen. Schalenförmige Abplatzungen, Schäden an der aufwendigen Bauzier und Korrosion der schmiedeeisernen Verankerungseisen ergänzten das Schadensbild. Die „Restaurierung des Nordost-Giebels des Südflügels“ verstand sich als Musterachse zur Kostenermittlung und Maßnahmenkonkretisierung.

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