Schillingspark in Düren-Gürzenich wird hergerichtet

Düren-Gürzenich (pm/aw). Um Teiche, Weiher, Zuläufe, Deiche und das Ufer, die Bachsysteme und das Absetzbecken im Schillingspark in Düren wiederherzustellen, stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank ihrer Gemeinschaftsstiftung Historische Gärten sowie zahlreicher Spenden 40.000 Euro bereit. Die privaten Eigentümer setzen sich seit vielen Jahren mit großem Engagement für den Erhalt des Parks ein. Die aktuellen Schäden an den Uferbefestigungen und dem Baum- und Pflanzenbestand wurden durch invasive Tierarten verursacht wie Bisamratten, Nutrias, Canada- und Nilgänse oder Bieber. Gefällte Bäume lassen große Löcher in der Uferbefestigung und den Dämmen entstehen. Die riesigen Kotmengen der Nilgänse wiederum zerstören die Wasserqualität.

Gut Weyerhof ist eine barocke Anlage. Das repräsentative zweigeschossige Wohnhaus aus verputztem Backstein und Blaustein entspricht in Form und Material der regionaltypischen Bauweise. Durch eine überbaute, zweigeschossige Tordurchfahrt gelangt man über den Wirtschaftshof und den Hausgarten in den Wasserpark. Der weitläufige „Wassergarten“ entstand in der heute vorhandenen Form Mitte des 19. Jahrhunderts. Die fünf Fischteiche aus dem 15. Jahrhundert waren aber bereits vorhanden.

Der romantische Landschaftspark entstand unter dem Einfluss der Besitzer des Weyerhofs, Thimoteus Schilling und seines Sohnes Karl. Charakteristisch sind die großen Wasserflächen der fünf Weiher mit Inseln, die Vielzahl der Gräben und Bäche und speziell angelegte Baum- und Rhododendrenpflanzungen. Ergänzt wird die Parkanlage durch Ruinenarchitekturen, Grotten und romantische Gebäude wie das „Kleine Häuschen“, das „Fischerhäuschen“ und den „Mona-Lisa-Turm“.

Das Fischerhäuschen ist ein zweigeschossiges Fachwerkhaus auf fast quadratischem Grundriss, an dessen Seeseite eine Veranda angebaut ist. Ein weit vorgezogenes Satteldach mit kleinem Schwebegiebel aus krummem Astwerk überspannt den Bau. Der „Monalisa-Turm“ ist ein zweigeschossiger Turm aus Back- und Feldstein mit einem als offenes Grottengewölbe gebauten Untergeschoss, in das man direkt mit dem Boot hineinfahren und zum Turm gelangen konnte.