Schiffsmühle Höfgen – Technische Schau- und Forschungsanlage

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Im historischen Ortskern des Muldendörfchens Höfgen befindet sich die Schiffsmühle Höfgen, eine technische Schau- und Forschungsanlage an der Mulde. Die Geschichte der Wassermühle reicht zurück in das Jahr 1721, in dem sie als „Mahlmühle mit einem Gang, getrieben von etlichen Quellwassern“ beschrieben wird. 1871 wurde die Mühle an gleicher Stelle bei einem Feuer komplett zerstört. Es folgte ein sporadischer Wiederaufbau.

Der Mahlbetrieb wurde 1954 eingestellt. Schnell drohte das Bauwerk zu verfallen. In den 1960er Jahren nahmen sich Experten dem historischen Werk an, reparierten, sanierten – mit dem Plan, das Denkmal der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 1976 öffnete die „Technische Schauanlage mit kleiner musealer Darstellung“. 1980 wurde ein funktionierendes Wasserrad einbebaut, welches die Mühle zu einem echten Besuchermagnet reifen ließ. Seit 1992 wird die Mühle von der Denkmalschmiede Höfgen gGmbH betrieben und schwimmt.

Erforscht wird, inwieweit die alte Schiffmühlentechnik, gekoppelt mit moderner Fertigung auch für heutige Bedürfnisse, insbesondere für Entwicklungsländer nutzbar gemacht werden könnte. Eine Nutzung zur Stromerzeugung wird nicht verfolgt, weil dies wegen der langsamen Drehbewegung des Wellrades problematisch und nicht effektiv ist. Die Idee der dortigen Flussschiffmühle, diese zu reaktivieren, ist dem Physiker Dr. Uwe Andrich und seinem Expertenteam zu verdanken, der das in Vergessenheit geratene Prinzip der mitteleuropäischen Flussschiffmühlen aufgriff und nach modernen Erkenntnissen zu einem autarken ressourcenschonenden agrartechnischen Bewässerungssystem modifizierte.

Führungen führt der „Verein zur Erhaltung der Wassermühle Höfgen e.V.“ von April bis Oktober (Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen in der Zeit von 12 bis 17 Uhr) durch. Mehr Informationen unter www.wassermuehle-hoefgen.de

Quelle: Infotafel, hoefgen.de

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Dokument erstellt am 08.01.2018
Letzte Änderung am 08.01.2018

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