„Schattentour“ – Neuer Thriller von Jessica Swiecik

Jessica Swiecik hat sich schon immer für Lost Places interessiert. Durch das Geocachen kam sie dazu, eben auch alte, verlassene Gebäude zu betreten. Diese Orte haben die Autorin aus Schlangenbad in Hessen später magisch angezogen. Nach ihrem ersten Thriller „Liebesteufel“ (2014) widmete sich Swiecik ganz dieser Leidenschaft und veröffentlichte den aktuellen Thriller „Schattentour“.

„Schattentour“ handelt von zwei Gruppen junger Menschen, die planen, das ehemalige und leer stehende Hotel „Unus“ nahe Frankfurt zu besuchen und zu erkunden. Da wären zum einen Lara, Shannon, Adam und Malte – ein Urban Explorer Team, die einen Zugang suchen, um sich ganz dem abenteuerlichen Erkunden des alten Gebäudes hinzugeben. Zum anderen sind da Elin, Carly und Fynn – Hobby-Geisterjäger vom Team „Ghost Discoverers“, die einigen Mythen und Diskussionen aus Geisterforen nachgehen wollen. So unterschiedlich beide Gruppen auch sind, teilen sie doch das gleiche Schicksal: Das „Unus“ zieht sie magisch an. Das Hotel öffnet noch einmal seine Pforten – wenn auch nur sporadisch und nicht durch den Haupteingang.

Beide Gruppen werden mit Geschehnissen konfrontiert, die anfangs unerklärlich und unreell zu sein scheinen. Sie merken schnell, dass sie nicht die einzigen Hotelgäste sind und das das Hotel ein düsteres Geheimnis birgt. Es gilt nicht nur herauszufinden, was mit diesem Gebäude nicht stimmt. Jeder von ihnen muss sich auch seinen Ängsten stellen und den Verstand schärfen, um diesen Ort wieder verlassen zu können.

Alles in allem ist die Geschichte, die Jessica Swiecik erzählt stimmig, erfrischend zu lesen und spannend zugleich. Fans von Lost Places, Gruselgeschichten, unheimlichen Phänomenen oder allem Paranormalen kommen hier voll auf ihre Kosten. Gelungen ist auch der Perspektivenwechsel – anders als bei Kapiteln berichtet jeweils wechselnd ein anderes Mitglied beider Gruppen von den „Vorkommnissen“ bei der Erkundung des Hotels aus der jeweiligen Sichtweise. Somit schwankt der Leser bis zum Ende zwischen der Realität und dem Übersinnlichen, erlebt den Grusel hutnah. Dies liegt auch an den detaillierten Beschreibungen der Protagonisten und Geschehnissen seitens der Autorin. Der Handlungsaufbau wirkt stimmig und ähnelt einem typischen Horrorthriller auf der Leinwand – wobei die Geschichte als solche trotzdem einzigartig ist.

Die Autorin möchte LeserInnen, die sich ebenso für Lost Places begeistern mit auf eine Reise nehmen und diese eine spannende und erlebnisreiche Nacht in einem alten, verlassenen Hotel verbringen lassen. Sie hofft, dass sich auch für jene die Pforten öffnen. Das Taschenbuch „Schattentour“ mit 263 Seiten (ISBN: 978-3944124841) ist erhältlich in allen Buchläden und Onlineshops, als Taschenbuch oder eBook. Erschienen ist das Buch beim mainbook Verlag Frankfurt. (aw)

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