Schade Brauerei

Die Schade Brauerei wurde 1833 gegründet und bis 1870 als „Brauerei Schade & Seiler“ geführt. In den Jahren 1870 bis 1896 erweiterten die Brüder Schade das Unternehmen und firmierten als „Brauerei Gebrüder Schade“. 1945 wurde die Brauerei enteignet. Ein Jahr, nämlich von 1948 bis 1949, firmierte das Unternehmen im VVB Venag, als VEB Brauerei Dessau, Betrieb Schade (Zusammenschluss mit der „Schultheiss Brauerei Dessau“) und von 1952 bis 1969 als Betriebsteil II des VEB Brauerei Dessau. 1969 erfolgte eine erneute Eingliederung und Umbenennung, die Brauerei wirtschaftete bis 1971 als Betrieb Dessau im VEB Brau- und Malzkombinat Dessau. 1974 stellte man den Sudbetrieb der Brauerei ein. Bis 1990 produzierte man als VEB Brauerei Dessau BT II im Getränkekombinat Dessau, dann kam mit der politischen Wende das Aus der Produktion und die Abwicklung des Unternehmens.

Seit 2001 befindet sich im alten Sudhaus der Brauerei das Brauhaus „Zum Alten Dessauer“. 2005 stand die Dessauer Wohnungsbaugesellschaft im Fokus der Medien, nachdem diese Interesse bekundet hatte, in einem Teil der alten Brauerei die Verwaltung zu eröffnen, im anderen Teil städtische Ämter. Aus diesen Ideen wurde nichts. 2014 sollten unter dem Titel „Innovationen für die Dessauer Innenstadt“ Fachexperten, Politik und Multiplikatoren der Stadtentwicklung zusammenkommen, um die Perspektive des Quartiers zu diskutieren. Hier war die Schade-Brauerei auch ein Diskussionspunkt, genauer die Projektierung des Geländes. Die letzten Neuigkeiten rund um die Brauerei waren Gespräche mit Investoren, Nutzern und Eigentümern, die dort ein Gesundheitsforum erreichten wollen.

Quelle: Wikipedia, Mitteldeutsche Zeitung

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Dokument erstellt am 20.04.2015
Letzte Änderung am 20.04.2015

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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