Sanierung für ehemalige Likörfabrik

Neuenburg am Rhein (aw). Mehr als zwölf Jahre standen die Gebäude der ehemaligen, 1925 erbauten Likörfabrik auf dem Cusenier-Arial (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) leer, jetzt möchte die Gisinger-Gruppe aus Freital das Gebäude, in dem die Rewe-Gruppe bis zuletzt das Markgräfler Einkaufszentrum betrieb, umwandeln und Wohnungen sowie Geschäftsräume errichten. Bestandteil der Planungen und des Vorhabens ist der behutsame Umgang mit der denkmalgeschützten Substanz. Die Unternehmens-Gruppe möchte den Industriecharakter als Marke ausbauen.

Bis es soweit ist, müssen viele Arbeiten erledigt werden, denn die vielen Jahre des Leerstands sind nicht spurlos am Gebäude vorbei gegangen – trotz der Nutzung durch die Rewe. Die Gesellschaft, die das Areal im letzten Jahr erworben hat, möchte die Grundstruktur erhalten und nur gewisse moderne bauliche Teile ergänzen. Die Gisinger-Gruppe, die bereits die ehemalige Brauerei in Riegel und die frühere Kirche St. Elisabeth in Freiburg vorbildlich saniert hat, möchte die Stützpfeiler und die Seitenflügel wie auch den Mittelbau erhalten. Um mehr Platz für Loftwohnungen und Büros zu schaffen, soll ein zweites Geschoss geschaffen werden.

Insgesamt sollen alle Planungen samt Genehmigungen etwa zwölf Monate dauern, sodass 2017 der Baubeginn terminiert werden kann. Zuvor sollen allerdings umfangreiche Rodungsarbeiten durchgeführt werden. Auch danach sind diverse Vorarbeiten notwenig, bevor die wesentlichen Arbeiten starten können. Um an die einstige Likörfabrik zu erinnern, wünscht sich der Gisinger-Geschäftsführer Christian Engelhard Exponate, die in einem Schaukasten nahe der Ex-Fabrik ausgestellt werden.

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.