Sanatorium Hohentanneck

Das Sanatorium Hohentanneck wurde von Otto Timm und Friedrich Cords in den Jahren 1904 bis 1907 für private Lungenkranke getrennt nach Männern und Frauen im Harz erbaut. Die innere Einrichtung wurde im Stil neuer Richtung gehalten. Verfügte das Sanatorium im Jahr 1907 noch über 32 Betten, so waren es 1914 35 Betten und nach Erweiterungsabeiten 1950 50 Betten. Friedrich Cords leitete das Sanatorium bis ins Jahr 1925, dann übernahm seine Frau die Führung für etwa zehn Jahre. Von 1935 bis zu ihrem Tod 1960 hatte Margarete Eibenschütz-Cords die Leitung inne.

Im Kellergeschoß war die Wohnung des Inspektors sowie die Küche mit Speiseaufzug und separatem Eingang für die Lieferanten samt Vorratsraum, Waschküche, sanitäre Anlagen, ein Raum für Heizungs- und Lichtanlage, ein Kohlen- und ein Holzraum zu finden. Speisesaal mit Büfett und Servierraum, Ärztezimmer, Haupt- und Nebentreppe und Krankenzimmernwaren im Erdgeschoss untergebracht. In der ersten Etage befanden sich weitere Krankenzimmer. das Dachgeschoß beherbergte weitere Krankenzimmer sowie Kammern für das Personal und Raum für schmutzige Wäsche mit Aufzug von der Waschküche aus. Eine Liegehalle war mit dem Hauptgebäude durch einen überdeckten Gang verbunden. Zwischen beiden Gebäuden und drumherum hatte man grünlastige Anlagen geschaffen. Den dicht angrenzenden Wald versah man mit Wegen und platzierte Ruhebänke.

Quelle: Architekturwelt Sülzhayn

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Dokument erstellt am 19.08.2011
Letzte Änderung am 03.07.2014

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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