RWE-Buchstaben des Koepchenwerks leuchten wieder

Buchstaben leuchten wieder. Foto: Markus Bollen/Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur

Herdecke (aw). Nach zweijährigen Sicherungsarbeiten wurde der markante RWE-Schriftzug am Koepchenwerk über dem Hengsteysee bei Herdecke erstmals wieder beleuchtet. Die Lichtlandmarke des Ende der 1920er Jahre erbauten Pumpspeicherkraftwerks steht mit seinen berühmten Buchstaben für die Aktivität der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke am Hengsteysee und für die wirtschaftliche Kraft der Region. 2017 hat die Industriedenkmalstiftung das Koepchenwerk von RWE übernommen, um seinen dauerhaften Erhalt zu sichern (wir bericheten mehrfach).

„Zwei arbeitsintensive Jahre liegen hinter uns“, sagte Ursula Mehrfeld, Geschäftsführerin der Stiftung. „Der historische RWE-Schriftzug wurde rekonstruiert; das 4000 Quadratmeter große Dach der Maschinenhalle ist dicht, 40 Fenster sind repariert, das Gebäude ist trocken und bietet jetzt wieder Schutz für den wertvollen Maschinenbestand.“ Finanziert wurde die Sanierung aus Geldern, die RWE mit der Übertragung des Denkmals in die Industriedenkmalstiftung einbrachte. Gerüst und Bauzaun wurden entfernt, Interessierte schauen neugierig durch die schönen Fenster auf die imposanten Maschinen. Nächstes Ziel der Industriedenkmalstiftung sei eine Nutzungsänderung, so Mehrfeld: „Dieses hochkarätige Denkmal wollen wir natürlich bald im Rahmen von Führungen präsentieren.“

Buchstaben vor der Sanierung. Foto: rottenplaces Archivfoto.

Die Bürgermeisterin, Dr. Katja Strauss-Köster, ist begeistert und dankt der Stiftung im Namen der Herdecker Bürgerinnen und Bürger für ihr Engagement. „Das Koepchenwerk ist unsere wichtigste Landmarke und wir möchten ihm im Rahmen unserer Planungen für die Internationale Gartenausstellung 2027 eine zentrale Rolle zukommen lassen.“

Für Ulrich Heckmann, Leiter des Referats Industriekultur beim Regionalverband Ruhr, ist das Denkmal ein technikgeschichtlicher Meilenstein auf der Route der Industriekultur, die mit ihren 25 Ankerpunkten jährlich mehr als 7 Millionen Besucher anzieht. Das Koepchenwerk repräsentiert das industriekulturelle Erbe unserer Region und steht als technische Pionierleistung bei der Speicherung von Energie für ein nach wie vor brandaktuelles Thema.

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