Rückbauarbeiten am Ausbesserungswerk Wedau haben begonnen

Glockenturm auf dem ehemaligen Ausbesserungswerk-Aeals in Wedau. Foto: rottenplaces Archivfoto

Duisburg (aw). Auf dem Areal des ehemaligen Ausbesserungswerks in Duisburg-Wedau haben die Rückbauarbeiten begonnen. Die Universität Duisburg-Essen (UDE) möchte 30 Hektar des brachliegenden Areals für einen Campus neu entwickeln, die von Wissenschaftlern an den Hochschulen im Ruhrgebiet sowie in Düsseldorf und Köln gegründet werden. Der derzeitige Name: „Technologiepark Wedau-Nord“. Die restlichen 60 Hektar werden in ein regional bedeutsames Wohngebiet („6 Seen Wedau – Wohnen am Wasser“) mit rund 3.000 Wohneinheiten gewandelt. 1983 wurde erstmals über eine Schließung des Werks diskutiert. Das Ende kam 2003. Seit der Stilllegung des Rangierbetriebs und Schließung des Waggonwerkes vor vielen Jahren schlummert das Gelände den Dornröschenschlaf.

Vom ehemaligen Ausbesserungswerk stehen das Verwaltungsgebäude, das Bade- und Speisehaus am Eingang, sowie dahinter die Werkfeuerwehr mit dem Uhrenturm und das Kesselhaus mit Kamin unter Denkmalschutz. Aus den letzten beiden soll ein Blockheizkraftwerk werden. Was mit den anderen Gebäuden geschehen soll, ist noch nicht klar. Ansiedeln werden und sollen sich im „Technologiepark Wedau-Nord“ die Universität, hochschulnahes Gewerbe und Forschungseinrichtungen. Die gesamte Entwicklung wird geschätzt 15 Jahre dauern, so der Abteilungsleiter Flächenentwicklung bei der GEBAG, Diplom-Geograf Jens Sperke.

Die Universität Duisburg-Essen (UDE) hatte eine Absichtserklärung unterzeichnet, sich in Wedau zu engagieren. Derzeit arbeitet diese an einem Hochschulstandort-Entwicklungsplan. Auch die Immobilien sollen überprüft werden. Parallel dazu laufen die Rückbauarbeiten. Die alte Federschmiede und weitere Bauwerke sind bereits Geschichte. Hier wird ein Rechenzentrum entstehen, von dem auch die Universität profitieren könnte. Verschwinden werden auch die Hallen gegenüber der Schmiede. Was genau mit der riesigen Ausbesserungshalle mit der filigranen Stahlkonstruktion geschehen soll, wird derzeit geprüft. Es könnte sein – ginge es nach den Planern, dass der neuere westliche Teil der Halle abgerissen, der ältere östliche erhalten bleibt.

2015 hatten die DB Immobilien, Region West mit Sitz in Köln und die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW (BEG) mit Sitz in Essen das Team Wedau gegründet. Das Team wurde vom Grundstückseigentümer, der DB Station & Service AG, beauftragt, die Entwicklung der Flächen auf den Weg zu bringen. Im selben Jahr hatte das Team Wedau mit der Stadt Duisburg die Konsensvereinbarung zur Entwicklung der Flächen unterzeichnet. 2016 folgte der Beschluss des Rates der Stadt Duisburg zur städtebaulichen Rahmenplanung als Grundlage der Bauleitplanung. Partner der Entwicklung war neben der Stadt Duisburg die „GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH“ (GEBAG). Ende letzten Jahres übernahm die GEBAG das Campus-Areal von der DB Immobilien.

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