rottenplaces Magazin: 24. Ausgabe erschienen

Auf diesem Wege wünschen wir Ihnen zuerst einmal ein gesundes neues Jahr. 2019 ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr. Nicht nur das wir in der Bundesrepublik den 70. Jahrestag der Gründung und 30 Jahre friedliche Revolution feiern, oder auf 100 Jahre BAUHAUS zurückblicken – nein, unser Onlinemagazin rottenplaces.de feiert sein 10-jähriges Bestehen. Am 19. Januar 2009 erblickte das heutige Onlinemagazin als kleine Webseite das Licht der Welt. Über die Jahre hat es sich zum führenden Spezialmagazin rund um die Themen „Verfallene Bauwerke“, „Denkmalschutz“ und „Industriekultur“ in der Bundesrepublik gemausert.

Vielen leerstehenden Immobilien wird in diesem Jahr neues Leben eingehaucht. Auf dem Areal des früheren VEB Modedruck in Gera soll in naher Zukunft ein Wohnquartier entstehen – dabei wird die Hauptsubstanz erhalten bleiben. Weiter möchte ein Investor aus dem früheren Kulturhaus „Ernst Thälmann“ in Krumpa eine Musik-Akademie formen. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert mit 50.000 Euro die bestandserhaltende Sanierung der Fenster und Außentüren inklusive des Haupteingangs des Globe-Kinos in Oldenburg. Der interessierte Leser taucht ein in die Geschichte des ehemaligen Forts Blücher, die Jahrzehnte absolutes Sperrgebiet war und sich nun langsam der Öffentlichkeit öffnet. Unsere Museensafari führt uns diesmal zum Technischen Denkmal, der Brikettfabrik Louise. Für Freunde von Lost Places gibt wieder spannende Objekte mit interessanten Hintergrundinformationen zu selbigen.

Nach zweijährigen Sicherungsarbeiten wurde der markante RWE-Schriftzug am Koepchenwerk über dem Hengsteysee bei Herdecke erstmals wieder beleuchtet. Die Lichtlandmarke des Ende der 1920er Jahre erbauten Pumpspeicherkraftwerks steht mit seinen berühmten Buchstaben für die Aktivität der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke am Hengsteysee und für die wirtschaftliche Kraft der Region. 2017 hat die Industriedenkmalstiftung das Koepchenwerk von RWE übernommen, um seinen dauerhaften Erhalt zu sichern.

Der „Förderverein Leuchtturm Roter Sand e.V.“ feierte 35 Jahre ehrenamtliche Arbeit zum Wohle des Leuchtturms Roter Sand. Seit 1983 setzt sich der Förderverein, der ursprünglich den Namen „Förderverein Rettet den Leuchtturm Roter Sand“ führte, aktiv für den Erhalt und das Wohl des Leuchtturms ein, der als Wahrzeichen Bremerhavens gilt. Freunde von Wassertürmen haben einen Grund freudig zu sein: Der 32 Meter hohe, denkmalgeschützte Kugelwasserturm des früheren Reichsbahnausbesserungswerks Zwickau aus dem Jahr 1907 wurde zerlegt und liegt seitdem auf dem Areal. Dieses wurde abgerissen, um Platz für eine Justizvollzugsanstalt zu schaffen. Natürlich haben wir in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins viele weitere, lesenswerte Artikel für Sie ausgearbeitet.

Der Tauchaer Roger Liesaus hat jetzt seinen ersten Dokumentarfilm über die Luftrüstungsindustrie im Raum Leipzig fertiggestellt und mit „MiMo – Geschichte eines Werkes“ ein beeindruckendes Zeitdokument abgeliefert. Der Film handelt von den Geschichten und Erinnerungen der Zeitzeugen, wurde ergänzt mit Bildern und Filmen von Motoren, Flugzeugen und Fahrzeugen, mit Aufnahmen aus den Standorten des Werkes und Geschichten der Menschen, die damals die MiMo erlebt und miterlebt haben. Für seinen rund 135-minütigen Dokumentarfilm hat Liesaus Akten durchstöbert, Museen besucht, Fotos und alte Filmstreifen digitalisiert, Historiker, Sammler, Zeitzeugen und Nachgeborene interviewt, Karten ergänzt und mit Gebäuden und Ruinen im Gelände verglichen. Einige Szenen wurden speziell für diesen Film nachgestellt. Mehr dazu lesen Sie im Innenteil.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit dieser neuen Ausgabe unseres Magazins.

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