Rittergut Rennersdorf

Die Geschichte des Rittergut Rennersdorf geht zurück in das 16. Jahrhundert, wo ein Vorwerk zum ersten Mal erwähnt wird. Selbiges wurde 1632 verkauft. August III., Sohn von August dem Starken, ließ 1742 den Dreiseitenhof im Barockstil errichten, der 1764 urkundlich als Kammergut bezeichnet wurde und ab 1778 als Hauptzuchtstelle für spanische Merinoschafe diente. 1875 ersteigerte Theodor Brake das Vorwerk, das zwischenzeitlich zum Kammer- und Rittergut Rennersdorf gehörte – dieses wurde bereits 1898 von dessen Sohn an die Familie Kopp verkauft. 1914 ging das Anwesen an Ulrich Clauß über.

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Aus dem Gut wurde etwa 1952 – nach der Enteignung 1945 – Volkseigentum. Im Herrenhaus befand sich fortan ein Lehrlingswohnheim der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG). Zu Beginn der 1990er Jahre ging das Gut in private Hände und steht seitdem leer. Ein Nebengebäude ist bereits eingestürzt.

Quelle: sachsens-schlösser.de

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Dokument erstellt am 30.08.2015
Letzte Änderung am 30.08.2015

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.