Reste vom ehemaligen Wasserschloss Ellerburg erlebbar

Wasserschloss Ellerburg vor dem Abbruch (2010). Foto: rottenplaces Archivfoto.
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Espelkamp (aw). Nach dem Abbruch der einstigen, aber total maroden Substanz des Wasserschlosses in Espelkamp-Fiestel (Kreis Minden-Lübbecke) soll die Geschichte des Parks und der Anlagen in Erinnerung bleiben. Bisher hatte die Stadt Espelkamp rund 110.000 Euro in den Abbruch und die Sicherung der Ruinen investiert. Um die zukünftigen Ziele zu erreichen, arbeiten die Stadt, der Heimatverein Fiestel und der Verein „Herrenhäuser & Parks im Mühlenkreis“ eng zusammen. Der vor Jahren aufgelöste Ellerburg-Förderverein war in den Heimatverein übergegangen.

Damit nach dem Abbruch auch etwas geschehen konnte, vereinbarte der Heimatverein mit der Stadt einen Kooperationsvertrag, um den Betrieb und den Erhalt der restlichen Substanz der Ellerburg zu gewährleisten. Die Stadt stellt dem Verein die Ellerburg unentgeltlich zur Verfügung, um die Geschichte zu bewahren und Führungen sowie Veranstaltungen durchführen zu können. Die Verkehrssicherungspflicht samt baulicher und pflegerischer Unterhaltung liegt bei der Stadt.

Nun wird das Mauerwerk, in dem Steine aus verschiedenen Bauperioden verbaut wurden, gesichert. Zudem wird auch die Gräfte wieder hergestellt, der Burggraben soll mit dem Regenwasser der naheliegenden Siedlung gespeist werden. Dafür hatte man den Regenwasserkanal gekappt, sodass das Wasser über einen Sandfang in die Gräfte fließen kann. Damit kann man erreichen, dass das Wasser hier immer etwa einen Meter hochsteht.

Gefördert wird das Projekt mit Sponsorengeldern. 140.000 Euro von der NRW-Stiftung sollen für Informationstafeln zur Geschichte der Burg und ein Dokumentationszentrum verwendet werden.

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