Restaurierung der Bargteheider Stadtkirche

Bargteheide (dsd/aw). Für die Mauerwerksarbeiten am Kirchenschiff und Turm der Stadtkirche in Bargteheide (Kreis Stormarn) stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie GlücksSpirale in diesem Jahr 20.000 Euro zur Verfügung. Jetzt besuchte Johannes Schindler, Ortskurator Lübeck der DSD, Pastor Tim Ströver, um sich bei einem Pressetermin vor Ort bei der Stadtkirche den Baufortschritt erläutern zu lassen.

Bargteheide liegt etwa 30 Kilometer nord-östlich von Hamburg im schleswig-holsteinischen Landkreis Stormarn. Die Kirche geht auf einen mittelalterlichen Ursprungsbau zurück, der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Das heutige Erscheinungsbild prägt der Umbau von 1817, den F. C. Heylmann in klassizistischer Formensprache ausführte. Der heute vorhandene backsteinerne Turm soll 100 Jahre jünger sein als das Kirchenschiff. Er schließt mit einem pyramidalen, spitzen Helm ab. Bauhistorisch interessant sind Reste eines Feldsteinmauerwerks vom Erstbau im Bereich des Turmes, das großenteils noch historische Verfugungen mit Hochbrandgips aufweist.

Der Außenbau ist zum Großteil in rotem Backstein gemauert und besitzt leicht unregelmäßig gesetzte Fenster mit geradem Sturz. Diese weißgefassten Sprossenfenster sind im Erdgeschoss gedrungen und im Obergeschoss hochrechteckig. Von dem ursprünglich mittelalterlichen Feldsteinmauerwerk sind größere Teile, auch mit der historischen Verfugung, erhalten.

Das Innere der dreischiffigen Hallenkirche prägen die Emporen der Seitenschiffe. Sie werden von quadratischen Pfeilern gestützt, die im oberen Geschoss Arkaden ausbilden. Emporen gibt es auch an der Ostwand. Eine halbkreisförmige Kanzel ist mit einem flachen Dachaufbau, Baldachin und einer Skulptur des gekreuzigten Christi bekrönt. Zudem befindet sich an der gerade geschlossenen Chorwand ein Halbrundfenster in Buntglasfassung. Nach Westen besitzt der Innenraum eine Orgelempore. Der klassizistische Innenraum ist in hellen Weiß-, Beige-, Braun- und Grautönen gehalten. Die Emporenpfeiler und das Gebälk sind marmoriert bemalt.

Zum Schadensbild gehören Wandausbeulungen an der südwestlichen Ecke des Kirchenschiffs, Abrisse am Mauerwerk, korrodierte Anker, Salzausblühungen, Schäden an den Ziegeln im Mauerwerk und der Verfugung.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here