Regionalverband Ruhr verlängert Trägerschaftsverträge

Tiger & Turtle im Duisburger Angerpark. Foto: Dat doris/CC BY-SA 4.0

Essen (aw/rvr). Bereits Anfang Dezember wurde in der Verbandsversammlung einstimmig beschlossen, dass der Regionalverband Ruhr (RVR) die Verträge mit dem Land NRW für die Route der Industriekultur und den Emscher Landschaftspark zu verlängern. Land und RVR verpflichten sich damit, die fünf Großstandorte der Route der Industriekultur sowie die fünfzehn regional bedeutsamen Standorte im Emscher Landschaftspark für weitere zehn Jahre zu sichern und zu pflegen. Nach Abschluss der Vereinbarung werden die Einzelverträge mit den Standortbetreibern zeitnah verhandelt und abgeschlossen. Die derzeitigen Vereinbarungen mit dem Land enden Ende 2016.

Route der Industriekultur

Im Rahmen des neuen Vertrages engagieren sich RVR und Land stärker als bisher an den fünf Großstandorten Landschaftspark Duisburg-Nord, Gasometer Oberhausen, Welterbe und Kokerei Zollverein in Essen, Jahrhunderthalle und Westpark Bochum sowie Kokerei Hansa in Dortmund.

Der RVR will seinen jährlichen Zuschuss für Instandsetzungen an den Großstandorten um 1,4 Millionen auf 3,9 Millionen Euro für die nächsten zehn Jahre erhöhen. Das Land NRW wird seine Unterstützung für die Grundsicherung der herausragenden Industriedenkmäler von 3,6 auf 5,6 Millionen Euro für den gleichen Zeitraum anheben.

In dem auslaufenden, 2006 abgeschlossenen Vertrag war festgelegt, dass der RVR jährlich 2,5 Millionen Euro für die Instandsetzung der fünf Großstandorte aufwendet. Das Land gab bislang 3,6 Millionen Euro – für die Grundsicherung.

Die Route der Industriekultur erschließt auf einem 400 Kilometer langen Straßenrundkurs das industriekulturelle Erbe der Metropole Ruhr. Zum Kernnetz zählen 25 bedeutende Industriedenkmäler, die sogenannten Ankerpunkte, sowie 16 Aussichtspunkte und 13 Arbeiter-Siedlungen. Die Route ist ein Projekt des Regionalverbandes Ruhr.

Mehr Informationen unter www.route-industriekultur.rvr.ruhr

Emscher Landschaftspark

Zum Ablauf der derzeitigen Vereinbarung mit dem Land hat der RVR ein Gutachten über die regional und überregional bedeutsamen Standorte im Emscher Landschaftspark in Auftrag gegeben. Diese Untersuchung kommt zum Ergebnis, dass zur Sicherung der Parks, Halden und Radwege eine weitere finanzielle Ausgleichsregelung notwendig ist.

Für die Pflege der 15 Standorte des Emscher Landschaftsparks sieht das Land wie bisher Ausgleichsmittel in Höhe von 2,5 Mio. Euro pro Jahr vor. Im Gegenzug verpflichten sich die Standorte, denselben Betrag in Eigenleistung zu erbringen. Der RVR betreut die verbandseigenen Areale, leitet die Zahlungen des Landes an die externen Standorte weiter und sorgt gemeinsam mit den Partnern dafür, dass die vereinbarten Qualitätsstandards eingehalten werden. Verbandseigene Standorte sind: Gehölzgarten Ripshorst in Oberhausen und Gleispark Frintrop in Essen sowie die Halden Schurenbach und Eickwinkel (Essen), Rheinelbe (Gelsenkirchen), Hoheward (Herten/Recklinghausen), Großes Holz (Bergkamen) und die Tetraederhalde (Bottrop),

Mit einer Fläche von rund 450 Quadratkilometern und über 200 realisierten Projekten ist der Emscher Landschaftspark der größte und am weitesten ausgebaute Regionalpark Europas. Mehrere hundert Kilometer Freizeitwege verbinden einzelne Parks, Industrienatur, künstlerisch gestaltete Halden und Landmarken. Zu den 15 Standorten gehören unter anderem die Zeche Lohberg in Dinslaken, der Nordsternpark in Gelsenkirchen, der Stadtteilpark Mont-Cenis in Herne oder der Emscher Park Radweg.

Der Emscher Landschaftspark ist eine Kooperation von Regionalverband Ruhr, 20 Kommunen, 2 Kreisen, 3 Regierungsbezirken, Land Nordrhein-Westfalen sowie Emschergenossenschaft und Lippeverband.

Mehr Informationen unter www.emscherlandschaftspark.rvr.ruhr

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