Rasanter Drohnenflug durch Radaranlage nahe Tschernobyl

Duga Drohnenflug. Foto: YouTube.

Ein Drohnen-Team eines Internetchannels bekam eine Spezialgenehmigung, um in einer Radaranlage in der Nähe von Tschernobyl spektakuläre Drohnen-Manöver zu fliegen. Das Duga-Radarsystem – ein Überhorizontradar Namens „Duga 3“ – war von 1976 bis 1986 in Betrieb und ist eines von zwei Anlagen in der Region. Die Drohnenpiloten, die für ihre rasanten Flüge mit ihren Flugobjekten bekannt sind, vermitteln einen surrealen Eindruck von dem Koloss aus vielen Tonnen Stahl.

Das sowjetische Kurzwellensignal der Anlage, das zwischen Juli 1976 und Dezember 1989 weltweit auf Radiofrequenzen zu hören war, störte mit einem zufälligen Frequenzwechsel den öffentlichen Rundfunk sowie Funkamateure, was weltweit zu tausenden Beschwerden führte. Das Signal hörte sich wie ein scharfes Klopfen an, das sich in der Regel mit einer Frequenz von 10 Hz wiederholte. Die Leistung des Signals wurde auf 10 MW EIRP geschätzt. Die Ähnlichkeit mit dem Klopfen eines Spechtes führte zu seinem Namen „Woodpecker“ (deutsch: Specht). Erst als Duga 3 nahe Tschernobyl aufgrund der dortigen Reaktorexplosion im Jahr 1986 aufgegeben werden musste, gelangten Einzelheiten und Fotos der Anlage an die Öffentlichkeit.

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