Projekt Bahnstadt: Neue Abstimmungen

Braunschweig (aw). Das Projekt „Bahnstadt“, Bestandteil des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) und einer der wichtigsten Bausteine der Braunschweiger Stadtentwicklung in den nächsten Jahren, soll eine weitere Hürde nehmen. Im Sommer vergangenen Jahres hatte der Rat beschlossen, den Umbau der brachliegenden oder alsbald aus der Nutzung fallenden Flächen der Deutschen Bahn südöstlich des Hauptbahnhofs zur Förderung durch Bund und Land beim Land Niedersachsen anzumelden.

Das Gebiet zwischen Bahnhof und A 39 soll umstrukturiert und mit Wohn- und gewerblichen Nutzungen neu entwickelt werden. Die Stadt erklärt sich bereit, sich bei einer Laufzeit von voraussichtlich 15 Jahren mit einem Drittel an den förderfähigen Kosten zu beteiligen. Im Dialog mit dem Fördergeber ist unterdessen, wie seinerzeit dargelegt, die Gebietsabgrenzung abschließend festgelegt worden. Die überarbeitete Programmanmeldung schlägt die Verwaltung nun dem Rat zur Beschlussfassung vor.

Der Gebietsumgriff umfasst nach wie vor im Bereich Nord den Hauptbahnhof Südeingang mit attraktiven Flächen für öffentliche Nutzungen und Potenzialen für neue Bürostandorte, die Entwicklung eines urbanen Stadtquartiers am Hauptgüterbahnhof mit Wohneinheiten und einer Entlastungsstraße. Der südliche Bereich erstreckt sich über das denkmalgeschützte Gebäudeensemble des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks sowie den Bereich zwischen Bebelhof und der Autobahn 39 mit Kleingärten und Sportanlagen. Neu aufgenommen wurde hier ein Teil des Wohngebietes Bebelhof entlang der Straßen Borsigstraße, Limbeker Straße, Frieseweg, Kruppstraße, Rischkampweg und Schefflerstraße.

Hier ist geplant, das Wohnumfeld zu verbessern. Als weitere Maßnahme im südlichen Bereich ist der Neubau einer Entlastungsstraße vorgesehen, um das Wohngebiet Bebelhof und insbesondere die Borsigstraße vom Durchgangsverkehr zu befreien. Für die Förderfähigkeit entscheidend ist, dass ein Schwerpunkt im Stadtumbaugebiet „Bahnstadt“ auf der Wohnraumentwicklung liegt. In Wohnneubaugebieten wird seitens des Landes ein Anteil von 30 Prozentsozialem Wohnungsbau in Mehrfamilienhäusern gefordert.

Die Erschließung und Neuordnung von gewerblichen Flächen musste daher zugunsten des Wohnens reduziert werden. Darüber hinaus spielt die Verbesserung des direkten Wohnumfeldes eine wesentliche Rolle bei der Aufwertung des Bebelhofes und der Wohngebiete an derAckerstraße.

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