Petruskirche in Wörmlitz erhält weiteren Fördervertrag

St. Petruskirche in Wörmlitz. Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wegner

Wörmlitz (dsd/aw). Dank ihres Dorfkirchenfonds kann die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in diesem Jahr auch den zweiten Bauabschnitt der Sanierungsarbeiten in der St. Petruskirche in Wörmlitz unterstützen. Damit stehen 25.000 Euro für die Instandsetzung des Tonnengewölbes bereit. Der Fördervertrag erreichte Juliane Claus, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrats der evangelischen Kirchengemeinde Wörmlitz-Böllberg, in diesen Tagen. Auf diese Weise leistet die DSD ihren Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und hochqualifizierten Handwerksbetriebe, um diese wichtigen Arbeitsplätze erhalten zu helfen. Bereits im vergangenen Jahr beteiligte sich die Denkmalschutzstiftung am ersten Bauabschnitt zur Sicherung des Kirchenschiffs. Damals konnte die DSD die konstruktiven Sicherungsmaßnahmen am Dach aufgrund einer Nachlassspende in Höhe von 30.000 Euro fördern.

Die Dorfkirche St. Petrus steht im Zentrum von Wörmlitz, einem südwestlichen Stadtteil von Halle. Im Kern stammt sie aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, ist also eines der ältesten Baudenkmale der Stadt. Das sich an den romanischen Westquerturm anschließende rechteckige Kirchenschiff stammt aus der Barockzeit. Den Innenraum überwölbt eine Tonne. Umbauten erfolgten um 1750. 1967 brannten der Turm und Teile des Inneren aus. Zwischen 1971 und 2017 konnten der Turm vollständig und das Schiffdach einschließlich des hölzernen Tonnengewölbes schrittweise wiederhergestellt werden. Dabei wurden auch neue Fenster eingebaut. Das Innere wird seit 1994 nach und nach repariert. Dank dieser jahrzehntelangen Bemühungen der Kirchengemeinde und des Fördervereins befindet sich die Kirche insgesamt in einem nutzbaren Zustand.

Dennoch war das Kirchenschiff statisch gefährdet, da die Mauerkrone infolge eines zu schwach dimensionierten Dachstuhls ausbauchte. Daher dienen die laufenden Arbeiten der Kirchengemeinde, die vom Förderverein Unterstützung erhalten, vorrangig der dauerhaften konstruktiven Sicherung des Kirchenschiffs, insbesondere der Nord- und Südwand.