Pavillon auf der Roseninsel mit Bronze

Scheeßel (dsd). Eines der wenigen in Niedersachsen erhaltenen bürgerlichen Gartenhäuser ist aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und wieder ein Schmuckstück. Zum Abschluss der erfolgreichen Restaurierung des Pavillons auf der Roseninsel in Scheeßel (Landkreis Rotenburg) überbrachte Johannes Bibelhausen, Ortskurator Grasberg OHZ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) gemeinsam mit Timo Jahns von Toto-Lotto Niedersachsen eine Bronzetafel an den Eigentümer, Dr. Jan Müller-Scheeßel. Mit dem Hinweis „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“ soll die Tafel das Engagement der privaten Förderer der DSD und der Rentenlotterie von Lotto auch nach Abschluss der Maßnahmen an vorbildlichen Projekten wie dem Pavillon in Erinnerung halten und zu weiterer Unterstützung motivieren.

Der 1861 in Fachwerkbauweise errichtete Pavillon stellt stilistisch eine Mischung aus Schweizerhaus und antikem Tempel dar und zeugt von dem originellen Anspruch des Auftraggebers, des damaligen Mühlenbesitzers Leopold Müller. Die gegenüber der Scheeßeler Mühle liegende Insel war ursprünglich Weide und Wiese. Um 1850 wurde sie Teil des Wümmegartens, einer Mischung aus Zier- und Nutzgarten.

Impulse für die Gartengestaltung stammen vermutlich von einer Englandreise, die der Grundstückseigentümer Leopold Müller zusammen mit Mitgliedern des landwirtschaftlichen Vereins 1857 unternommen hatte. 1861 wurde zur Verschönerung der Insel auch der Pavillon erbaut. Um den einräumigen Bau läuft eine dreiseitige Balustrade. Eindrucksvoll sind die sorgfältige Verzimmerung und kunstvolle Ziegelsteinausmauerung des lediglich der Entspannung dienenden Gebäudes.

Mit 7.300 Euro beteiligt sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) an den Restaurierungsarbeiten des Pavillons, weitere Unterstützung erhielt der Eigentümer vom Land, der VGH Stiftung sowie durch das EU-Programm LEADER.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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