Papierfabrik Hermes

Die Geschichte des Tradtionsbetriebes Hermes reicht bis in das Jahr 1878 zurück. 1911 errichtete man das noch heute existente Areal um zu expandieren. Man firmierte als Großhändler für Paiere und Pappen. Nach dem Tod des Firmengründers übernahmen die Nachfahren das Geschäft und beschränkten sich mit hochmodernen Maschinen auf die Herstellung von Pappkartons. 2003 schloss sich das Unternehmen einer Industriegruppe an, die sich später von der Papierproduktion trennt. Somit wurde die Produktion immer weiter herunter gefahren, die Energie- und Produktionskosten stiegen astronomisch. 2008 meldete das Unternehmen Insolvenz an – eine Rettung war aussichtslos, Investoren gab es keine. Betriebsrat und Geschäftsführung versuchten bis zum Ende , die Produktion aufrecht zu erhalten, bzw. wieder anzufahren. Gespräche mit dem Energieversorger – man benötigte im Jahr rund 10 Mio. Euro Stromkosten – um zu einer Einigung über planbare Energiepreise zu gelangen, scheiterten ebenfalls. Im April letzten Jahres kam es gleich fünf Mal zu Bränden in der Papierfabrik. Bei letzten brannte der Dachstuhl des Hauptgebäudes in voller Ausdehnung. Die Polizei bestätigte nach den Untersuchungen: Brandstiftung!

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Papierfabrik Hermes Düsseldorf
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Was innerhalb weniger Jahre mit den Gebäuden geschehen ist, ist unfassbar. Alles was zerstört werden konnte, wurde zerstört. Hunderte Garffitis sind an den Wänden in allen Bereichen zu finden – was schon einer surrealen Ausstellung gleicht. Das große Problem ist die Größe des Objekts und die zentrale Lage. Niemand kann hier wirklich kontrollieren und einen Zutritt verhindern. Man wundert sich, dass sich niemand für die Gebäude oder zumindest für das Gelände interessiert. Eine unmittelbare Bahnanbindung und die direkte Wasseranbindung sprächen hier doch für sich. Ein Problem wird hier allerdings die Beräumung des Geländes und die Bodenaufbereitung sein. Die Kosten hierfür wären enorm.

Im Juni 2018 wurde mit dem Rückbau der Papierfabrik begonnen. Im Spätsommer war das 25.000 Quadratmeter große Areal dann bereit für einen Neubau.

Quelle: Der Westen, privat

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Dokument erstellt am 16.05.2014
Letzte Änderung am 18.06.2018