Nike FlaRak Stellung Borgholzhausen

Zur Zeit des Kalten Krieges war auf dem Sundernberg in Borgholzhausen inmitten einer holländisch geführten Nato-Einheit mit Nike-Luftabwehrraketen (MIM-14 Nike Hercules) eine kleine amerikanische Sondereinheit stationiert, die die Kontrolle über die Atomsprengköpfe hatte. 1960 begannen die ersten vorbereitenden Maßnahmen zur Errichtung des Geländes, die eigentlichen Arbeiten vier Jahre später. Angeordnet wurde dies durch das deutschen Bundesverteidigungsministerium.

Etwa 30 amerikanische Soldaten hatten ab dem Bezug einen eigenen Bereich auf dem von einer niederländischen Einheit betriebenen Abwehrstellung. Zu diesem hatten selbst die „Hausherren“ keinen Zutritt. Nike-Raketen waren zur Abwehr der „Bomberflotten“ gedacht, die mit Atombomben bestückt gewesen sein konnten. Diese wären im Kriegsfall so eigestellt gewesen, dass sie unweigerlich explodieren, wenn sie eine gewisse Höhe unterschreiten. Zum militärischen Komlex gehörte wie bei allen anderen Standorten auch, eine Feuerleitstelle. Diese sollte feindliche Bomber erfassen und identifizieren. Von hier wären die Nike-Raketen auch „befehligt“ worden.

Heute ist ein kleiner Teil des Arels bewohnt und wird von ansässigen Unternehmen als Lagerplatz genutzt. Vom damaligen Komplex ist bis auf wenige Bauten nichts mehr übrig.

Quelle: relikte.com, Haller Kreisblatt

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Dokument erstellt am 13.06.2017
Letzte Änderung am 13.06.2017

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.