Nicholson-Barracks/Niederrheinkaserne

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Das Kommando wurde in der Heeresstruktur 5 (N) gemäß Aufstellungsbefehl vom Dezember 1994 zum 1. Januar 1995 in Mönchengladbach in der Niederrheinkaserne aufgestellt. Unterstellt wurden bis April 1996 das Materialamt des Heeres, die Zentrale Militärkraftfahrtstelle, die Logistikbrigaden 1, 2 und 4 sowie die Sanitätsbrigade 1.

Zum 1. Januar 2000 verlegte das Kommando seinen Sitz nach Koblenz, Rhein-Kaserne. Im Oktober 2001 wechselte die Sanitätsbrigade 1 vom Heeresunterstützungskommando zum Sanitätsführungskommando. Seitdem verfallen die Gebäude auf dem zirka zehn Hektar großen Gelände immer mehr.  Zum 30. September 2002 wurde das Heeresunterstützungskommando komplett außer Dienst gestellt. Aus Teilen des HUKdo und des Materialamt des Heeres wurde ab dem 1. Oktober 2002 das Logistikzentrum des Heeres in Bad Neuenahr aufgestellt. Zum gleichen Zeitpunkt wechselte die Logistikbrigade 1 zum Heeresführungskommando, die Logistikbrigade 2 wechselte zur Streitkräftebasis (Wehrbereichskommando IV), die Logistikbrigade 4 wurde dem Wehrbereichskommando I unterstellt. Die Bereiche Materialbedarfs- und -bestandsdisposition der 3 Logistikbrigaden sowie des Materialamts wurden im neu aufgestellten Logistikzentrum der Bundeswehr zusammengefasst. Noch verbliebene Aufgaben im Bereich Rüstung wurden dem Heeresamt übertragen.

2004 gab es Planungen eines Investors, dieser wollte die Nachbarschaft zur A 52 ausnutzen und auf dem Gelände einen Autohof mit Spielcasino, etwas Einzelhandel und einem Erotik-Shop errichten. Doch über das Anfangsstadium kam das Vorhaben nicht hinaus. Stadt und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) konnten sich nicht einigen. Metalldiebe haben das Gelände längst entkernt, 2013 setzten Unbekannte eine Mobilfunkstation außer Gefecht. Dieser erstattete Anzeige und engagierte einen Wachschutz. Immer wieder nutzten Einsatzgruppen – darunter Polizei und SEK – das Gelände für Übungen.

Nachdem auch die Idee an diesem Ort ein Polizeipräsidium zu errichten scheiterte, interessierten sich Ende 2013 ein Heizungs- und Sanitärgroßhandel und ein Abschleppunternehmen für das Gelände. Beide wollten ihre zahlreichen Standorte in der Region an einem zentralen Punkt konzentrieren. Was zukünftig geschieht, zeigt die Zeit, Fakt ist: Einzelhandel und Vergnügungsstätten sowie Wohnbebauung sind ausgeschlossen. Zwei Drittel der Gesamtfläche sollen in Abstimmung mit der BImA für eine gewerbliche Nutzung zur Verfügung stehen. Die verbleibende Restfläche soll im Zusammenhang mit dem bereits bestehenden Landschaftsschutzgebiet für Maßnahmen zum Natur- und Landschaftsschutz vorgehalten werden.

Quellen: Wikipedia, RP Online, Westdeutsche Zeitung

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Dokument erstellt am 21.07.2014
Letzte Änderung am 21.07.2014

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.