Neuer Investor für Freyberg-Brauerei in den Startlöchern

Freyberg Brauerei. Foto: rottenplaces Archivfoto

Magdeburg/Halle-Saale (aw). Bereits Mitte Juni erwarb die MCM Wohnwerte AG & CO. KG, eine Projektgesellschaft der Magdeburger MCM Investor Management AG, den Immobilienbestand und das Gelände der Freyberg-Brauerei in Halle. Auf Grund seiner hohen Ensemblequalität stehen die Objekte auf dem Gelände unter Denkmalschutz und dürfen nicht abgerissen werden. „Wir planen, die Freyberg-Brauerei hochwertig zu sanieren und die Gebäudelücken mit modernen Neubauten zu schließen, so dass ein für Halle einzigartiges Quartier entsteht“, sagt Peter Pfeffer, Vorstand bei beiden Gesellschaften. Mit den entstehenden Wohnungen will das Unternehmen seinen Immobilienbestand ausbauen. Halle gilt dabei seit Längerem als einer der Favoriten des Magdeburger Immobilienunternehmens.

Die Freyberg-Brauerei prägte einen wichtigen Teil der Industriegeschichte Halles und steht auf der „Roten Liste“ der vom Verfall bedrohten Baudenkmale der Stadt. Ihre Bedeutung reicht weit zurück. Immerhin galt sie mit einer Steigerung auf 100.000 Hektoliter Jahresproduktion im Jahr 1930 als eine der größten Brauereien der Welt. Wie viele andere Unternehmen wurde sie nach der Wiedervereinigung nach mehreren erfolglosen Transaktionen geschlossen und 1996 liquidiert. Seither wartete die Freyberg-Brauerei auf neue Investoren mit passenden Antworten auf diese anspruchsvolle Herausforderung.

Dem will sich das Magdeburger Unternehmen nun stellen. Als erfahrener Bestandshalter und Projektentwickler plant die MCM die Liegenschaft zu sanieren und anschließend zu vermieten. Auf dem gesamten Areal sollen rund 150 exklusive Wohnungen, direkt an der Saale und mitten im Herzen der Stadt entstehen. Entsprechende Planungen laufen auf Hochtouren. Umgesetzt werden soll ein Mix aus historischer Sanierung mit modernen Neubauten. Das Unternehmen will damit eine Wohnfläche von ca. 14.500 Quadratmetern neu entstehen lassen. Wohnraum, der im Zentrum von Halle dringend gefragt ist.

Doch die Entwickler gehen in ihrer Planung noch weiter und wollen gleich mehrere Zielgruppen bedienen. So soll die Freyberg-Brauerei junges Mieterpublikum mit modernen Loftwohnungen ebenso anziehen wie Mieter, die sich ein betreutes Wohnkonzept mit allen Annehmlichkeiten wünschen. Größere Einheiten werden zudem die Nachfrage nach familienfreundlichen Wohnungen bedienen. „Wir sind davon überzeugt, mit der Sanierung der Freyberg-Brauerei einen wichtigen städtebaulichen Beitrag für die Stadt Halle zu leisten, indem wir das Industriedenkmal nicht nur im neuen Glanz erscheinen zu lassen, sondern uns zudem an unterschiedlichsten Bedürfnissen orientieren“, so Peter Pfeffer.

In einem ersten Schritt wurden bereits die denkmalrechtlichen Vorgaben gewürdigt und in groben Zügen mit der Denkmalpflege abgestimmt. Im nächsten Schritt steht die statische Sicherung der vorhandenen Gebäudesubstanz im Vordergrund. Sodann sollen, in Abstimmung mit der Denkmalpflege und der Stadt Halle, die Sanierungsmaßnahmen sowie der Neubau vorangetrieben werden. Mit der Erstellung des Bauantrags und der Bauausführungsplanung wird im Oktober 2017 begonnen. Der Baustart soll nach Vorlage aller erforderlichen Genehmigungen geplant im Juni 2018 erfolgen. Die vollständige Fertigstellung des Projektes ist für Mitte 2020 avisiert.

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