Neue Wohnungen auf ehemaligem Fliegerhorst Staaken

Ehem. Flugplatz Staaken, Kaserne des "Fliegerhorstes Staaken". Foto: Sekamor/CC BY-SA 3.0

Berlin (aw). Sie gehörten einst zum Fliegerhorst Staaken, die Ruinen, die ab 1958 als Nauener Kreisklinik dienten. Jetzt wird sich die Prinz von Preußen Grundbesitz AG um das rund zwölf Hektar große Areal an Nennhauser Damm und Schulstraße kümmern und hier unter dem Namen „Metropolitan Park“ 740 Wohnungen enstehen lassen. Die Aktiengesellschaft hat das Areal vom Berliner Immobilien Management gekauft. Der Bezirk Spandau ist nun bemüht, gemeinsam mit dem Investor ein attraktives Wohnquartier zu entwickeln und zu schaffen. Vorgesehen sind ein allgemeines Wohngebiet, ein Mischgebiet und eine großzügige Grünfläche. Der Bebauungsplan soll entsprechend aufgestellt werden.

Weil diverse Gebäude unter Denkmalschutz stehen, geht der Bezirk von einer Erhaltung der Bausubstanz aus. Deshalb sollen die baulichen Vorhaben samt Denkmal-, Natur- und Artenschutz im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens gemeinsam mit den zuständigen Behörden entwickelt werden. Von den derzeitig geplanten 740 Wohnungen sollen 25 Prozent für sozial schwächere Bevölkerungsschichten bereitgestellt werden.

Der erste Bauabschnitt beinhaltet 48 exklusive Wohnungen auf drei Etagen in einem denkmalgeschützten Teil der ehemaligen Klinik. Folgen werden laut „Immobilien-Zeitung“ 50 weitere „Skyport Suites“.

Historisches

Im Ersten Weltkrieg wurde der Flugplatz Staaken 1915 als Zeppelinwerk (Luftschiffwerft) erbaut und betrieben. 1918 baute man das Areal zum Flugplatz aus. 1929 verkaufte man das Gelände an die Stadt Berlin, die Nutzung durch die zivile Luftfahrt war weiterhin möglich. Während der Olympischen Sommerspiele 1936 wurde Segelfliegen als Demonstrationssportart in das Programm aufgenommen. Die dazu durchgeführten Wettbewerbe wurden vom Flugplatz Staaken aus gestartet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gelände zunächst für einige Jahre von den Luftstreitkräften der Sowjetunion wieder als Militärflughafen genutzt.

Nach der Wende versuchte man, einen Gewerbepark zu schaffen, suchte nach einem Großinvestor. Bis zum Frühjahr 2012 konnten nur Teile des Geländes einer gewerblichen Nutzung zugeführt werden. 2011 entstand auf der Landebahn und dem umgebenden Gebiet des Dallgower Teiles des Flugfeldes ein Solarpark.

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