Neue Pläne rund um den Denkort Bunker Valentin

Bunker Valentin von der Westseite. Foto: Harald Schwörer, photein.de
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Bremen (aw). Der Bremer Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) möchte die 22 Hektar große Fläche südlich des Denkortes Bunker Valentin kaufen, um sie zu erhalten. Auch die SPD-Fraktion hat große Pläne: Sie möchte die Infrastruktur rings um den Bunker entwickeln. Weil jährlich etwa 30.000 Menschen den Denkort besuchen, sind die Straßen oftmals zugeparkt. Deshalb möchte man einen großen Parkplatz für Busse, Wohnmobile und Autos bauen. Dafür hat die SPD die Brachfläche zwischen Hospital- und Langerstraße eingeplant. Damit man auch zu Wasser anreisen kann, kann sich die Fraktion einen Schiffsanleger vorstellen. 2020 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, vorausgesetzt es fließen bis dahin Fördermittel.

In dem U-Boot-Bunker, der während des Zweiten Weltkrieges von 1943 bis März 1945 unter Einsatz von Zwangsarbeitern errichtet wurde, wobei Tausende ums Leben kamen, sollten U-Boote des Typs XXI in Sektionsbauweise gebaut werden. Es handelte sich um das größte Rüstungsprojekt der Kriegsmarine. Heute ist dieser Ort ein Denkort. Südlich des Bunkers befindet sich ein großes Waldstück. Dieses möchte der BUND kaufen und unter dem Namen „Valentin-Wildnis“ schützen. Denn seit 70 Jahren hat sich die Natur hier ungestört entwickelt. Der BUND möchte zeitnah einen Kaufvertrag mit der bisherigen Eigentümerin, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIma), aufsetzen. Beide Parteien haben sich bereit auf einen Kaufpreis geeinigt. Über die Höhe wurde Stillschweigen vereinbart.

Der BUND plant jedoch nicht, die bestehende Infrastruktur, beispielsweise mit neuen Wegen, auszubauen. Der Denkort befindet sich seit Jahren im Gespräch mit dem BUND. Man könnte sich hier eine gemeinsame Planung der „Valentin-Wildnis“ durchaus vorstellen. Auch sei ein Ausbau des Rundweges samt Infotafeln auf dem BUND-Gelände möglich, heißt es vom Denkort.

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