Museum in der „Runden Ecke“

Foto: Wikimedia Commons/Appaloosa/CC BY-SA 3.0

Das Gebäude wurde von 1911 bis 1913 als Geschäftshaus der Alten Leipziger Feuerversicherung nach Plänen des Architekten Hugo Licht und Karl Poser zusammen mit dem Büro Weidenbach & Tschammer errichtet. Nach Einzug amerikanischer Truppen in die Stadt im Jahr 1945 wurde das Gebäude für einige Monate von der US-Armee genutzt. Anschließend wurde das Gebäude durch das Innenministerium der Sowjetunion (NKWD) und den MfS-Vorläufer K5 genutzt. Sitz der Bezirksverwaltung für Staatssicherheit (BVfS) war das Gebäude von 1950 bis 1989. Am Abend des 4. Dezember 1989 wurde die Einrichtung im Rahmen der Montagsdemonstrationen von Demonstranten besetzt.

Seit August 1990 beherbergt die „Runde Ecke“ die ständige Ausstellung „Stasi – Macht und Banalität“. Träger ist das Bürgerkomitee Leipzig e. V. Das Gebäude wird zudem von dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) als Außenstelle Leipzig genutzt, um die in Leipzig vorhandenen Akten der Staatssicherheit aufzuarbeiten und zu archivieren. Der Bestand beträgt ungefähr zehn laufende Kilometer Akten. Während des Wave-Gotik-Treffen werden Sonderausstellungen zur Überwachung der Gothic Kultur in der DDR gezeigt.

2014 hat das Bürgerkomitee Leipzig e. V., mit der Gedenkstätte Museum in der „Runde Ecke“ die Herausgeberschaft der bis dahin in Berlin erschienen Geschichtszeitschrift Horch und Guck übernommen.

Museum in der „Runden Ecke“
Dittrichring 24, 04109 Leipzig
www.runde-ecke-leipzig.de

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