Maunsell-Geschütztürme sollen Luxusresort werden

Red Sands Maunsell. Foto: Russs/CC BY-SA 3.0

Mehr als 70 Jahre stehen die alten Geschütztürme aus dem Zweiten Weltkrieg verlassen vor Englands Küste mitten im Meer. Ein Geschäftsmann plant nun aus den Seefestungen ein Luxusresort für Superreiche zu machen – genauer, einen der exklusivsten und attraktivsten Luxusobjekte Europas. Neben Luxus-Apartments plant David Cooper einen Heliport, ein Hotel, Spa, Bars, Restaurants und eine großzügige Dachterrasse. Zahlungskräftige Touristen können hier residieren, für 1.393 Euro die Nacht. Insgesamt sollen 44 Zimmer in den verschiedensten Luxus-Kategorien bereitstehen. Verbinden sollen die Türme gläserne Brücken. Erreichen wird man „The Maunsell“ nur über den See- oder Luftweg, mit dem Boot oder Helikopter.

Noch eine Vision aus dem Exposé. Foto: Operation Red Sands Forts
Noch eine Vision aus dem Exposé. Foto: Operation Red Sands Forts

Das Exposé verdeutlicht eindrucksvoll, welche Metamorphose die Geschütztürme durchlaufen sollen. Luxus pur, bei einer Investitionssumme von rund 55 Millionen Euro. Cooper plant nach der mehrjährigen Bauzeit nach Fertigstellung einen jährlichen Gewinn von etwa 21 Millionen Euro ein. Für die Planung des Projekts hat der Geschäftsmann die Firma Next Big Thing Creative mit ins Boot geholt. Derzeit sucht man Investoren für das Projekt. Gegenüber der Daily Mail sagte Cooper, er habe keine Sorge, dass sich diese nicht zügig finden würden. Als Vorbild dienten Cooper die Solent Forts vor Portsmouth.

Geplant und erbaut hatte die Festungen der Architekt Guy Maunsell. Ihm zu Ehren soll auf „The Maunsell“ ein Museum entstehen, das an den Schöpfer erinnert. Guy Maunsell erhielt die Aufträge zum Bau für die Forts von der Royal Navy. Alle Verteidigungsplattformen sollten seinen Plänen ähnlich, jedoch mit zusätzlichen schweren Geschützen versehen werden sollten. Ihre Aufgabe bestand darin, die deutsche Luftwaffe am Verminen der Schifffahrtswege nach London zu hindern und alle entsprechenden Versuche zu melden. Auch zur Flugabwehr deutscher Bomber dienten die Bauten, deren Angriffe die flussaufwärts gelegenen Werftanlagen von London bedrohten. Alle Forts wurden auf der Red Lion Wharf im Trockendock gebaut.

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