Maroder Dachstuhl gefährdet Oberhausener Gartendom

Ehemaliges Rundlager der Zeche Osterfeld, das anlässlich der Landesgartenschau 1999 zum Gartendom umgebaut wurde. Foto: Frank Vincentz/GFDL

Oberhausen (aw). Das Holzdach der einstigen Kohlemischhalle der Zeche Osterfeld, 1999 anlässlich der Landesgartenschau zum „Gartendom“ umgebauten Industriedenkmals an der Vestischen Straße ist deutlich schwerer beschädigt, als ursprünglich angenommen. Seit 2013 ist Europas größte Stahl-Holzkonstruktion im Eigentum der Stadttochter Oberhausener Gebäudemanagement (OGM). Kurz vor dem Verkauf des Gartendoms an den NRW-Verband der Bauindustrie, entdeckten Experten bei Prüfungen die durch eindringendes Wasser stark beschädigten Holzbalken. Ein Großteil derer ist schimmelig und muss ausgetauscht werden. Nach baugutachterischen Angaben ist die Statik in Gefahr. Bilder, aufgenommen von einer Kamera-Drohne brachten jetzt den ganzen Ausmaß des Schadens zutage. Das Bauwerk braucht eine dringende Sanierung.

Auf die OGM, also die Stadt kommt nun eine beachtliche Sanierungssumme zu, auch wenn man einen Großteil vom Land fördern lassen möchte. 2013 hatte man 1,6 Millionen für den Kauf des Industriedenkmals ausgegeben. Eine dringende Sanierung ist jedoch zwingend notwendig, denn der NRW-Verband der Bauindustrie benötigt für seine Lehrlinge eine Halle, egal ob gekauft, gemietet, neu oder alt. Folgt das Land also nicht dem Wunsch der OGM, ist der Gartendom in höchster Gefahr, ein Millionengrab zu werden.

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