Marienhospital

1957 wurde das St’ Bonifatius-Florian und Meta Klöckner Krankenhaus erbaut, welches von Franziskanerinnen von der Heiligen Familie geleitet wurde. Die in Kirchhörde wohnende Familie Klöckner stellte nicht nur das über 13.000 Quadratmeter große Grundstück am Notweg (heute Klöcknerstraße), sondern spendete auch noch einen Betrag von 1 Million Mark. 1978 fand die Übernahme durch das katholische Marienhospital Dortmund-Hombruch statt. Kirchhörde wurde zur Betriebsstätte der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit Tagesklinik und einer internistischen Station. Nach der Verlegung dieser Klinik 2005 an den Standort Hombruch der St.-Johannes-Gesellschaft steht das Krankenhaus leer. Die Franziskanerinnen, die weiterhin im Besitz der Immobilie sind, gaben den Standort Kirchhörde bereits Ende der 90er Jahre auf. Laut Flächennutzungsplan kann das Gelände zukünftig nur für Einrichtungen des Gesundheitswesens genutzt werden.

Ein ansässiges Bauunternehmen hatte das Gelände im Jahr 2010 gekauft. Zwei Jahre folgten Plaungen und Gespräche. Etwa 2 Hektar des ehemaligen Krankenhausgeländes sind Waldgelände, dessen Regenwasser demnächst in den Kirchhörder Bach geleitet werden soll. Die restlichen rund 16 000 Quadratmeter sollen mit 17 Einfamilien- sowie drei Mehrfamilienhäusern (Grundstücksgrößen zwischen 330 bis etwa 1150 Quadratmetern) bebaut werden. Ein Abriss der Bauruine könnte im besten Fall in diesem Jahr erfolgen (Stand 2013), rund zehn bis zwölf Monate später könnten laut Hombruchs Landesbeauftragten die neuen Bewohner in einem „grünen Paradies“, mit bester Verkehrs- und Einzelhandelsanbindung ihre Eigenheime beziehen. Konzipiert sind die Neubauten nach dem Feng Shui-Prinzip, einer fernöstliche Lehre, die auf die harmonische Beziehung zwischen Mensch und Umgebung setzt. Wie ernst es der Bauherr damit nimmt, zeigt die Tatsache, dass er auf Anraten eines Feng-Shui-Experten sogar auf eine Etage in jedem der drei Gebäude verzichtet.

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Quellen: Wikipedia, Ruhr Nachrichten

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Dokument erstellt am 10.02.2013
Letzte Änderung am 03.07.2014

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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