Luisium Waldersee – Ruinenbogen

Östlich des Stadtzentrums der anhaltischen Stadt Dessau-Roßlau, im Ortsteil Waldersee, befindet sich das Schloß und die Parkanlage Luisium. Es ist wie die Wörlitzer Anlagen Teil des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs, das auf der Liste des Welterbes der Menschheit der UNESCO steht. Im Jahre 1774 wurde im Grün des Vogelherdes mit dem Bau eines kleinen Landhauses in englischen Stil begonnen, das Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau seiner Gemahlin Luise schenkte, deshalb auch der Name Luisium.

Das von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff entworfene klassizistische Landhaus ist äußerlich besonders schlicht und edel in der Form. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich ein Festsaal mit sehenswerten Reliefs, Malereien und dunkelgrünen Stuckmarmorpilastern. Der Festsaal wirkt schwer und streng im Gegensatz zu den kleineren Räumen im Obergeschoss, diese sind durch Stuck und Malereien sehr stimmungsvoll, heiter und elegant gestaltet.

Im Garten wirken die Bilder vertrauter und intimer als in den anderen Wörlitzer Anlagen, obwohl er im Gegensatz zu den Englischen Gärten der Umgebung äußerst strukturiert ist. Eingebettet in drei vor Hochwasser schützende Erdwälle, wird der Garten durch kleinere Plastiken und Bauwerke, wie den neugotischen Gartenpavillon (Schlangenhaus) und den Ruinenbogen belebt.

Besonders reizvoll sind die Ausblicke zum neugotischen Gestüt am westlichen Begrenzungswall. Hier schweift der Blick über ausgedehnte Weideflächen mit Schafen, Kühen und Ziegen. Wegen der starren Struktur auf der einen und der Auflockerung durch die Tiere auf der anderen Seite wurde dieser neue Gartenstil damals auch als Deutscher Garten bezeichnet. Das Gestüt wurde zwischen 1779 und 1781 auf einer Fläche von 16 Hektar errichtet. Die Gestütsgebäude umschließen einen rechteckigen Hof, zu dem die Einfahrt an der Richtung Luisium zeigenden Ecke möglich ist. Die Schaugiebel der die Öffnung flankierenden Gebäude weisen Richtung Luisium. An der Fassade, deren Giebel ein sich bäumendes Pferd schmückt, ist ein Tränkebrunnen in Form eines Sarkophags eingelassen, den zwei Löwenköpfe als Wasserspeier schmücken.

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Copyright © rottenplaces 2018
Dokument erstellt am 08.01.2018
Letzte Änderung am 08.01.2018

5 Kommentare

    • Eine Korrektur ist nicht notwendig. Anhand der Überschrift ist klar, dass es um den Ruinenbogen im Park geht. Darauf beziehen sich die Bilder. Der PARK gehört zum SCHLOSS. Ais diesem Grund wird im Artikel auf das Schloss und den Park (in dem der Ruinenbogen nun mal steht) verwiesen. Um den Park näher zu bringen muss natürlich beim Schloss begonnen werden.

      • Nichts für ungut. Ist deine Seite. Ich finde, da ist eine Text-Bild-Schere, aber dass muss ja in der Tat nicht jeder so sehen.
        Hut ab für deine Arbeit an rottenplaces.de – ehrlich!

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