Landesfördermittel für die Dominikanerkirche

Münster (sms). Die Dominikanerkirche, erbaut zwischen 1708 und 1725, gilt als ein national bedeutendes Baudenkmal. Mit dem im Sommer 2018 installierten Kunstwerk von Gerhard Richter hat sie sich überdies zu einem bundesweit strahlenden Publikumsmagneten entwickelt, der Monat für Monat bis zu 15.000 Interessierte anspricht. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch das Land NRW, durch die das bauhistorische Juwel im Herzen Münsters noch besser zur Geltung gebracht werden kann“, kommentiert Immobiliendezernent Matthias Peck die jüngste Förderzusage.
Schritt für Schritt wird das barocke Gebäude in diesen Monaten saniert und danach für kulturelle Zwecke umgebaut. 1,33 Millionen Euro beträgt die Zuwendung an Städtebaumitteln aus dem NRW-Programm „Aktive Zentren Innenstadt“. Damit unterstützt das Land die zukünftige Nutzung der profanierten Kirche. Sie wird nach ihrer Erweiterung für kulturelle Veranstaltungen geöffnet – denkbar sind Lesungen und Konzerte, aber auch Vorträge oder experimentelle Formate. Die erste von zwei großen Sanierungsetappen hat das städtische Immobilienmanagement in engem Teamwork mit der Denkmalbehörde fast geschafft: Bis Januar sind, wenn das Wetter mitspielt, die Arbeiten an der Gebäudehülle beendet.

Die positive Nachricht aus Düsseldorf ist nicht die erste Förderzusage für die Stadt. Schon der Bund steuert aus seinem Kulturstaatsetat 220.000 Euro zur Sanierung des historischen Bauwerks bei. Auch diese Zusage aus Berlin gilt als Auszeichnung, bleibt eine Förderung aus dem „Denkmalschutz-Sonderprogramm VII“ doch nur national bedeutenden Bauwerken vorbehalten. Noch einmal 100.000 Euro kommen für Dach und Fassade aus dem NRW-Denkmalfördertopf, 50.000 Euro schießt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zu. Wenn die Verwaltung auch bei ihren weiteren Anträgen auf Fördermittel erfolgreich bleibt, reduziert sich der städtische Eigenanteil für die Gesamtmaßnahme auf 1,79 Millionen Euro von insgesamt kalkulierten 3,7 Millionen Euro.

Der Maler und Bildhauer Gerhard Richter hatte nach langer Suche in Münsters Dominikanerkirche den idealen Ort für seine Installation „Zwei Graue Doppelspiegel für ein Pendel“ gefunden und eine Arbeit geschaffen, die bisher über 350.000 Interessierte gesehen haben. Bis zum 29. Dezember ist der Kunstraum öffentlich zugänglich, ehe die Richter-Arbeit vorübergehend abgebaut und ausgelagert wird. Bis zum Sommer schließen sich dann die Gebäudepforten für eine grundlegende Sanierung des Innenraumes.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

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