Kurhaus Masserberg

Das ehemalige Kurhaus wurde 1906 in Masserberg im Süden des Thüringer Waldes im Landkreis Hildburghausen von Heinrich Zitzmann erbaut und bis 2005 betrieben. Aktuell wird das stark sanierungsbedürftige Objekt über ein Immobilienportal zum Kauf angeboten. In frühen Zeiten verfügte das Anwesen über eine Wasserleitung, einen Tennisplatz und eine eigene Tankstelle. Zu DDR-Zeiten war das Kurhaus Vertragshaus der Sächsischen Akademie der Wissenschaften Leipzig und beschäftigte zu Glanzzeiten 32 Angestellte. Neben dem üblichen Kurbetrieb mit notwendiger Infrastruktur verfügte das Ensemble über einen großzügigen Park.

1969 vererbte Heinrich Zitzmanns Sohn Paul das Kurhaus Herta Machold, die bis zu ihrem Tode 2005 das Anwesen bewirtschaftete. „Tante Hertha“ – so wie die Eigentümerin von den Gästen liebevoll genannt wurde, war weit über die Ortsgrenze hinaus gekannt, für ihre Gastfreundlichkeit, Warmherzigkeit und vor allem für ihren Kaffee und Kuchen. Sogar Hildegard Knef, der Dirigent Hermann Abendroth und der Afrikaforscher sowie Erstbesteiger des Kilimandscharo Hans Meyer gehörten zu den Gästen.

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2010 diente das Kurhaus-Gebäude als Kulisse für den Film „Masserberg“ von Regisseur Martin Enlen. Der Film beruht auf dem teilweise autobiografischen Roman von Else Buschheuer, die in ihrer Jugend wie die Hauptfigur eine Patientin der Augenklinik in Masserberg war. Er wurde von Bavaria Fernsehproduktion produziert. Die Dreharbeiten begannen im April 2009 und fanden am Originalschauplatz statt. Rund 150 Komparsen wurden zur Darstellung des Klinikpersonals, der Patienten und Besucher eingesetzt. Die Erstausstrahlung des Films war am 19. Mai 2010 um 20.15 Uhr im Ersten. Er erreichte mit 3,48 Millionen Zuschauern einen Marktanteil von 11,2 Prozent. Damit hatte Masserberg an dem Abend die zweithöchste Quote nach der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst, die 6,46 Millionen Zuschauer sahen.

Wenige Jahre später wurde das geschichtsträchtige Hotel nach einem Teilrückbau unter der Leitung des Berliner Architekten H.-K. Wölfer aufwendig saniert und nach Originalvorlagen liebevoll rekonstruiert. Im Dezember 2018 öffnete das Kurhaus wieder seine Pforten.

Quelle: www.masserberg-kurhaus.de, Immonet, Wikipedia

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Dokument erstellt am 31.03.2015
Letzte Änderung am 31.12.2018