Kumsttonne Windmühlenstumpf Oerlinghausen

Die sogenannte Kumsttonne (Kumst = Sauerkraut), der bruchsteinerne Rundbau einer ehemaligen Windmühle, steht weit sichtbar am Nordwesthang des Tönsbergs und gilt als Wahrzeichen der Stadt Oerlinghausen. Im Jahr 1753 wurde die Windmühle auf dem damals baumfreien Tönsberg errichtet und vom ersten Pächter in Betrieb genommen. In den folgenden 62 Jahren hatte die Mühle insgesamt zehn Pächter, bis sie 1813 in den Besitz des Gutes Niederbarkhausen überging. Sie wurde noch weitere dreißig Jahre betrieben, ehe ihr ein Sturm die Windmühlenflügel abriss. Der Besitzer von Niederbarkhausen entschied 1850, die Mühle nicht mehr instand zu setzen und den Betrieb einzustellen. Begründet wurde diese Entscheidung mit der schwierigen Auffahrt auf den Tönsberg. Als Alternative ließ der Gutsherr eine neue Windmühle in der Nähe des Gutes Niederbarkhausen errichten.

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Im Mai 1936 übergab der damalige Gutsherr, Major Lentzcke, den Windmühlenstumpf in den Besitz der Stadt Oerlinghausen. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde eine Sirene angebracht, um die Bewohner Oerlinghausens vor Fliegerangriffen zu warnen. Anfang April 1945 beschossen die Amerikaner mit ihren Geschützen das Wahrzeichen, ohne aber nennenswerten Schaden anzurichten. 2005 wurde eine Wetterstation am Mauerwerk installiert, um Daten zu Windstärke, Niederschlagsmenge und Temperatur zu messen.

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www.naturpark-teutoburgerwald.de
www.lipperland.de
www.oerlinghausen.de

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Dokument erstellt am 06.09.2011
Letzte Änderung am 06.09.2011