Kraftwerk Plessa braucht dringende Finanzspritze

Plessa (aw). Das ehemalige Kraftwerk im gleichnamigen südbrandenburgischen Plessa (Landkreis Elbe-Elster) zählt zu den ältesten Braunkohlekraftwerken in Europa, das in seiner ursprünglichen Bausubstanz erhalten ist. Schon zu DDR-Zeiten galt das Ensemble als technisches Denkmal. Auch wenn das einstige Kraftwerk heute nach wie vor unter Denkmalschutz steht, nagt der Zahn der Zeit unaufhörlich an der Substanz. Zwingende Sanierungsmaßnahmen stehen an, aber dafür fehlt allen Parteien das Geld. Bis heute gilt die vollständig erhaltene Technik des Kraftwerks als europaweit außergewöhnlich.

Das Kraftwerk lieferte von 1927 bis zur Wende Strom. Seitdem wurden viele Bereiche saniert. Wie der Förderverein Kraftwerk Plessa mitteilt, müssten noch weitere Bereiche erneuert werden, auch an den Außenanlagen. Alleine die Erhaltung des jetzigen Zustandes kostet viel Geld. Die letzten großen Summen, die in das Kraftwerk flossen, kamen durch die Internationale Bauausstellung (IBA), dessen Programm bis 2010 lief. Denkbar sei laut Tourismusverband neben der Ausweitung der Öffnungszeiten auch eine Vernetzung der Industriekultur-Standorte.

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