Kraftwerk Knepper: So verfolgen Sie die Dreifach-Sprengung

Sprengung des Kraftwerks Knepper live verfolgen. Foto: Fotomontage; Hagedorn/rottenplaces.de

Dortmund/Castrop Rauxel (aw). An diesem Sonntag geht die Geschichte rund um das Kraftwerk Knepper endgültig zu Ende. Neben dem Kesselhaus werden auch die beiden Landmarken, der 210 Meter hohe Schornstein und der 128 Meter hohe Kühlturm fallen. Da es im Rahmen der Sprengungen eine Evakuierungs- und Sperrzone (350 bis 620 Meter) sowie diverse, kurzzeitige Sperrungen geben wird (A42 und A45), werden Augenzeugen, die extra anreisen, dem Geschehen nur aus weiter Ferne folgen können. Um 11 Uhr wird zuerst das Kesselhaus fallen, dann folgen um 11.45 Uhr parallel Schornstein und Kühlturm. Danach werden rund 28.400 Tonnen Stahlschrott und Bauschutt von den drei Bauten übrig bleiben.

Die Hagedorn Unternehmensgruppe hat zu diesem Spektakel im Vorfeld einen sehenswerten Trailer veröffentlicht – Gänsehautfaktor garantiert!

So können Sie die Sprengungen verfolgen

„In den vergangenen Monaten gab es unzählige Anfragen von Fotografen, Bürger*innen und Schaulustigen“, sagt Tina Gutmann, Projektmanagerin Marketing bei der Unternehmensgruppe Hagedorn. Im Rahmen der Sprengungen gibt es umfangreiche Straßensperren rund um den Bereich und keine Parkmöglichkeiten in der Nähe des Geländes. Wie Gutmann weiter mitteilt, werden die Bürger gebeten, den Sperrbereich weiträumig zu umfahren und bei Interesse mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Um einen besonderen Blickwinkel zu gewährleisten, bietet Hagedorn online einen exklusiven Livestream an. Auf der Facebookseite des Unternehmens kann der Zuschauer die Sprengungen live verfolgen. Wie die Projektmanagerin weiter mitteilt, werden beide Sprengungen nicht nur live zu sehen sein, sondern auch Fragen auf den Social-Media-Kanälen der Unternehmensgruppe beantwortet.

Der „WDR“ verspricht im Rahmen der Sondersendung „Lokalzeit extra“ under dem Motto „Riesensprengung im Revier“ die besten Bilder und schönsten Geschichten rund um dieses Spektakel. Ab 11.30 Uhr startet hier die Berichterstattung im Fernsehen, da wird das Kesselhaus allerdings schon Geschichte sein.

rottenplaces.de wird die Sprengungen auch exklusiv begleiten und mit entsprechendem Video- und Bildmaterial berichten.

Sollten weitere TV-Termine und Onlineangebote bekannt werden, aktualisieren wir diesen Beitrag natürlich zeitnah. Wenn Sie Informationen diesbezüglich haben, fühlen Sie sich herzlich eingeladen, die Kommentarfunktion zu nutzen.

1 Kommentar

  1. Eine technisch erfolgreiche Sprengung war es allemal, aber auch ein weiterer Akt der schleichenden Deindustriealisierung des Industriestandortes Deutschland. Von „Strukturwandel“ mag ich schon lange nicht mehr reden.

    Ich habe die Sprengung im NRW-Staatsfunk (WDR) verfolgt – schade nur, dass dem WDR-Praktikanten offenbar vorher niemand den Unterschied zwischen Kühlturm und Kühlhaus erklärt hatte – denn er sprach unentwegt von der unmittelbar bevorstehenden Sprengung des Kraftwerk-Kühlhauses bzw. des Kühlhauses.
    Aber vielleicht sind auch einfach nur meine Ansprüche an WDR-Praktikanten, WDR-Volontäre oder WDR-Freelancer inzwischen schon zu hoch gegriffen?

    Glück Auf!

    Martin Schiffmann

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