Konservenfabrik in Neubarnim wird abgebrochen

Foto: Symbolfoto/rottenplaces.de

Die bundeseigene Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten (GESA) hat mit der Beräumung des 3,7 Hektar große Areals der Oderfrucht-Konservenfabrik im Letschiner Ortsteil Neubarnim (Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg) begonnen. Die Abbrucharbeiten konnten nach den diversen Bestimmungen der Altlastenbeseitigung jetzt gestartet werden. Altlasten gibt es auf dem Gelände genug, die ausführende Firma Arikon Straßen-, Tiefbau und Abriss aus Ludwigsfelde hat tonnenweise Asbestplatten vom und aus dem Gebäude demontiert. In speziellen Schutzanzügen haben die Fachleute tagelang jeden Winkel der Ruine inspiziert und sind professionell sowie vorschriftsmäßig ans Werk gegangen. Ein weiteres Problem: Fundmunition! Davon gibt es auf dem Gelände reichlich, aus diesem Grund überwacht eine weitere Firma die Abbrucharbeiten. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Fabrik in Schutt und Asche gelegt – noch heute kann hier Munition im Erdreich „schlummern“. Nach den Aufräumarbeiten wurde die Firma wieder aufgebaut und durch ein Hochwasser wenig später erneut zerstört. 1950 startete man die Produktion erneut.

Zwei bis drei Monate sind für den Abbruch angedacht. Die GESA plant im Anschluss, das brache Gelände mit Erde zu befüllen und eine Rasenfläche anzulegen. Die Mitarbeiter des Abbruchunternehmens wohnen während der Abbrucharbeiten in Containern auf dem Gelände. Mit einem Notstromaggregat und einem Sanitärcontainer haben sich diese so gut es geht auf der Brache eingerichtet. Arbeit, die gibt es bis zum Abschluss des Abbruchs genug. Während der Bagger die Gebäude Stück für Stück zerlegt, trennen die Arbeiter den Müll nach Schadstoff- und Baustoffklassen. Die Baustoffe die anfallen, werden wie üblich wiederverwendet. (aw)

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