Kohle von der Ruhr – Filmreihe im Dortmunder U

Kohle von der Ruhr - Filmreihe im Dortmunder U. Foto: Flyer

Dortmund (aw). Im Dotmunder U wird die dreiteilige Filmreihe „KOHLE VON DER RUHR“ veranstaltet. Zum Auftakt wurden die Filme „3/4/7“ und „DIE EINWANDERER“ gezeigt. Weiter geht es jetzt mit dem 2. Teil „MALOCHE“ mit dem Film „Männer vor Kohle“. Finden Sie unten das vollständige Restprogramm.

MALOCHE
Freitag, 17. November 2017, 20 Uhr

Männer vor Kohle
(BRD 1961) 34 Min., s/w
Buch: Rüdiger Proske, Max Helmut Rehbein
Trotz des einsetzenden massiven Zechensterbens sind die prominenten Fernsehjournalisten 1960/61 zuversichtlich, daß die moderne, hochtechnisierte Kohlegewinnung weiterhin aussichtsreiche Berufsperspektiven bietet, auch für Jugendliche. (Selbst-)Darstellung des bundesdeutschen Steinkohlenbergbaus und Nachwuchswerbung.

Menschen am Arbeitsplatz: Fördermaschinist an der Dampfmaschine
(BRD 1980) 13 Min., s/w
Buch, Regie: Reinold Schnatmann
Die außergewöhnliche körperliche wie psychische Belastung und die isolierte Arbeitssituation eines Fördermaschinisten im Bergbau werden in den eindrücklichen Bildern dieses Porträts spürbar. Der Dokumentarfilm entstand 1980 auf Zeche Waltrop, kurz vor Stilllegung der dortigen letzten Dampffördermaschine im Ruhrgebiet, mit der auch der Maschinist Ernst Kromat nach 25 Jahren ‚auf dem Bock‘ in Ruhestand ging.

Matte Wetter – Arbeit unter Tage
(BRD 1980) 62 Min., s/w
Buch, Montage: Werner Ruzicka, Theo Janßen
Bottrop, Zeche Prosper, Schacht II, Flöz Dickebank. In 1000 Metern Tiefe vor Kohle zu arbeiten ist, trotz modernster Technik, immer noch Knochenarbeit. Mit der Einführung neuer Maschinen wurden auch die Förderleistungen erhöht, und Staub und Hitze bestimmen auch heute den Arbeitsalltag der Bergleute. Und ehemalige Kumpel erinnern sich an ihre Zeit unter Tage, 50 Jahre zuvor. Aus dem fünfteiligen Filmzyklus „Prosper/Ebel – Chronik einer Zeche und ihrer Siedlung“.

Im Anschluss Filmgespräch mit Werner Ruzicka.

FERNSEHBILDER
Freitag, 8. Dezember 2017, 20 Uhr

Ruhr-Report (Teil 1): Das Revier entsteht
(ZDF 1965/BRD 1967) 29 Min., s/w
Buch, Regie: Kurt P. Flaake, Just Ptach
Am Beispiel der Familie Rattay aus Dortmund-Huckarde wird die Geschichte der Region und der Menschen, die hier Arbeit fanden, seit den Tagen erzählt, als Adolf Rattay 1893 aus Ostpreußen ankam und als Schlepper unter Tage begann. Der Bericht ist eine für die Bildungsarbeit gekürzte Fassung der dreiteiligen Reportage „Ruhr-Revier 65“ (1965) des Zweiten Deutschen Fernsehens.

Als der Ruhrpott noch schwarz-weiß war (Folge 2): Das lange Elend mit der Kohle
(WDR 2005) 44 Min., s/w
Collage von Paul Hofmann
Das Ruhrgebiet in den 1960er Jahren. Ausschließlich mit original belassenen Zitaten aus der (damals noch schwarz-weißen) Fernsehberichterstattung des WDR erinnert die Dokumentation an die Anfangsjahre der Kohle(absatz)krise an der Ruhr, die die jahrzehntelang so erfolgreichen wirtschaftlichen Strukturen der Montanregion radikal infrage stellte, an die dramatischen Zechenschließungen mit dem Verlust zehntausender Arbeitsplätze und an erste Ansätze einer Neuorientierung.

Im Anschluss Filmgespräch mit Zeitzeugen.

Konzeption und Moderation: Paul Hofmann, Kinemathek im Ruhrgebiet
Idee: Arnold Maxwill, Fritz-Hüser-Institut, Dortmund
Programmänderungen vorbehalten.
Eine Kooperationsveranstaltung der Kinemathek im Ruhrgebiet, des Fritz-Hüser-Instituts und des Kino im U. Gefördert durch die RAG-Stiftung und die Fritz-Hüser-Gesellschaft e. V.

Alle Veranstaltungen: Kino im U, Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
Reservierungen sind per E-Mail möglich: verein@kino-im-u.de
Eintritt: 7 €, ermäßigt 6 €. Die Kasse öffnet jeweils um 19:30 Uhr.

Mehr Informationen unter www.dortmunder-u.de