Klinik am Bomberg

Sie bot einst eine zauberhafte Aussicht, hoch oben auf dem Berg liegend, die ganzjährig geöffnete Kurklinik am Bomberg. Patienten fanden in schönster Landschaft Gesundheit und Entspannung. Für damalige Zeiten erfüllte die fachspezifische Klinik für Rheumatologie und Innere Medizin den Anspruch an eine zukunftsorientierte Rehabilitation, die den Menschen in den Mittelpunkt stellte.

Schwerpunkte der Behandlung waren Verschleißerscheinungen und Entzündungen der Wirbelsäule und Gelenke, Osteoporose, Zustand nach Operationen am Bewegungsapparat, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und der Gefäße, Stoffwechselstörungen, Tumornachsorge und psychologische Erschöpfungszustände. Die Klinik verfügte über 125 Komfortzimmer, einem Bewegungsbad, Sauna sowie einem breiten Freizeitangebot. 1996 wurde der Betrieb eingestellt.

2013 kam es zu einem Feuer im Gebäude, das ein komplett möbliertes Kaminzimmer zerstörte. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Einbrüchen und Sachbeschädigungen. 2014 wurden dem Bauausschuss Pläne vorgestellt, nachdem aus der alten wieder eine neue Klinik werden könnte. 142 Betten, rund 80 Arbeitsplätze, ein Restaurant, eine zweistöckige Parkpalette und eine hohe Investitionssumme geben Anlass zur Hoffnung. Wann und ob diese Pläne allerdings umgesetzt werden, ist noch unklar.

Die ehemalige Kurklinik hat in den vergangenen Jahren arg gelitten. Noch mehr allerdings, seit der ständige Wachdienst von der Immobilie abgezogen wurde. Seitdem toben sich Vandalen und Neugierige in dem Gebäude aus.

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Copyright © rottenplaces 2015
Dokument erstellt am 30.10.2015
Letzte Änderung am 30.10.2015

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

5 Kommentare

  1. Auch dieses Objekt würde sich als Flüchtlingswohnheim eignen. Nach 19 Jahren Leerstand ist sicherlich einiges zu renovieren, aber es gibt eine Großküche, Gemeinschaftsräume und sanitäre Einrichtungen.

  2. Ich verstehe die Diskussionen nicht, welche alten Gebäude sich für Flüchtlinge eignen soll. (Siehe Beitrag ganz oben!!!) Ständig hört man so einen Mist. Alte marode Gebäude mit einer Technik von achtzehn Anno Pief. Nur um das Gedäude nach heutigem Baustandard sicher zu machen und einen funktionierenden Brandschutz zu gewährleisten, müssten in der Klinik am Bomberg nur dafür mind. 1,5 Millionen investiert werden – und das ist noch günstig. Eine Küche ist im Gegensatz dazu Peanuts! Ob es und passt oder nicht – Flüchtlinge sind ebenso wie wir Menschen! Schonmal darüber nachgedacht?

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