JHQ: Landespolizei mietet rund 85 Hektar

Mönchengladbach (aw). Der Abriss der ersten Gebäude auf dem JHQ-Gelände verzögert sich. Die Konversationsbeauftragte der Stadt, Annette Pfennings, teilte im Planungs- und Bauausschuss zwar mit, dass die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Eigentümerin des rund 375 Hektar großen Areals den Auftrag für den Abriss von Teilflächen im Westen an ein Unternehmen vergeben habe, aber ein Klageverfahren läuft. Ein nicht bedachter Bewerber hat eine Vergaberüge bei der zuständigen Vergabekammer eingereicht, der stattgegeben wurde. Daraufhin hat der potenzielle Auftragnehmer Klage eingereicht. „Der Termin am Oberlandesgericht ist am 11. April, insofern passiert bis dahin leider nichts“, so die Konversationsbeauftragte.

Der Planungsprozess für das Landschaftsbauwerk, das in den nächsten Jahren mit rund einer Million Tonnen Bauschutt aus den abgerissenen Gebäuden errichtet werden soll, läuft derweil weiter. Die BImA hat zur Gestaltung des Landschaftsbauwerks und des Renaturierungsbereiches das Büro Landschaft planen und bauen beauftragt. Die Erarbeitung der Entwürfe erfolgt in Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Hierzu fand im Oktober 2018 eine erste Planungswerkstatt statt. Bis Mai 2019 werden nun die Entwurfsideen durch das Büro Landschaft planen und bauen aufbereitet, um sie in einer zweiten Planungswerkstatt im Mai 2019 zu konkretisieren. In den Entwürfen werden auch Wegeführung für den Fuß- und Radverkehr durch den westlichen Bereich des JHQ mit Anschluss an den Naturpark Maas-Schwalm-Nette im Nordwesten sowie in südliche Richtung, auch in die Nachbarkommunen, angedacht.

Pfennings teilte darüber hinaus mit, dass die Landespolizei eine 85 Hektar große Fläche im JHQ nun dauerhaft nutzen will. Bereits seit einigen Jahren dient das Areal als Übungsplatz für die Aus- und Fortbildung. „Bisher von der BImA nur geduldet, wurde jetzt im gegenseitigen Einverständnis mit dem Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten ein entsprechender Mietvertrag aufgesetzt“, so Pfennings. Das Mietverhältnis hat eine Laufzeit von 10 Jahren mit einer Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre.

Auf dem JHQ-Gelände betreibt das Land NRW außerdem eine Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) für Asylbewerber. Die EAE ist seit August 2016 in Betrieb und bot zunächst Platz für 250 Asylbewerber an. Seit Sommer 2018 stehen auf einem ca. 32 Hektar großen Gelände 1.500 Plätze zur Verfügung. Langfristig will das Land die Erstaufnahmeeinrichtung auf 2.000 Plätze ausbauen. Mit rund 2.000 Gebäuden, darunter 1.400 Wohnungen, war das ehemalige Hauptquartier der britischen Streitkräfte im Stadtteil Rheindahlen eine komplette Kleinstadt für sich. Die britischen Streitkräfte hatten das rund 470 Hektar große Areal Ende 2013 an den Bund zurückgegeben.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

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