Infostelle über die Grenze zur ehemaligen DDR

Foto: Wikimedia Commons/Wiki05/CC0

Unter Anwohnern und Besuchern herrschte großes Interesse an der innerdeutschen Grenze und um diesem entgegenzukommen, eröffnete das Zollgrenzkommissariat 1987 mit Unterstützung des Ministeriums für innerdeutsche Beziehungen in Tann eine „Informationsstelle Grenze zur DDR“. Auf Initiative der Stadt Tann wurde diese mit dem Zusatz „ehemalige Grenze“ auch nach der Grenzöffnung 1989 weitergeführt. Die Ausstellung vermittelt die Geschichte der deutschen Teilung und der innerdeutschen Grenze durch zeitgenössische Presseberichte, Fotos, Exponate und einen Videofilm. Ferner können sich die Besucher anhand eines Modells über die ehemaligen Grenzsperranlagen in der Rhön informieren. Das Modell stellt die Sperranlagen mit Hilfe optischer Signale dar. Außerdem klärt die Ausstellung über die Aufgaben des bundesdeutschen Zollgrenzdienstes an der innerdeutschen Grenze auf. Zu sehen sind zudem Waffen, Utensilien und Uniformen der einstigen NVA-Grenztruppen. Die ca. 1-stündigen Führungen durch die Informationsstelle werden von einem pensionierten Zollbeamten durchgeführt, der den Alltag der Grenze über Jahrzehnte hautnah miterlebt hat.

Infostelle über die Grenze zur ehemaligen DDR
Rhönhalle, Am Kalkofen 6, 36142 Tann (Rhön),
Seiteneingang links (Massagepraxis)
www.tann-rhoen.de

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André Winternitz, Jahrgang 1977, ist freier Journalist und Redakteur, lebt und arbeitet in Schloß Holte-Stukenbrock. Neben der Verantwortung für das Onlinemagazin rottenplaces.de und das vierteljährlich erscheinende "rottenplaces Magazin" schreibt er für verschiedene, überregionale Medien. Winternitz macht sich stark für die Akzeptanz verlassener Bauwerke, den Denkmalschutz und die Industriekultur.

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