„Industriepfad“ entlang der renaturierten Aa

Ahaus (pm). Ein „Industriepfad“ erinnert nun in Ahaus an die ersten großen Betriebe der Stadt. Die Tabakfabrik Oldenkott im Schloss (gegründet 1819), die Schuhfabrik Dües (gegründet 1820), die Westfälische Zündwarenfabrik (gegründet 1881), die Westfälische Jutespinnerei und Weberei van Delden (1883) sind fest im kollektiven Gedächtnis der Stadt verankert – auch wenn sie heute nicht mehr existieren. Edelstahltafeln – gesponsert von der Jan-van-Delden-Stiftung für Denkmalschutz und Kultur – am neuen „Industriepfad“ von der Hovesaat bis zur van-Delden-Straße erinnern an die Geschichte dieser Betriebe und damit auch an die vielen Arbeiterinnen und Arbeiter, die aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands und aus den Niederlanden nach Ahaus kamen und hier nicht nur Arbeit, sondern auch eine neue Heimat fanden.

Aber auch an die dunkle Zeit unter nationalsozialistischer Herrschaft erinnert eine Tafel. Zwischen 1942 und 1945 wurden weit über 3.000 Zwangsarbeiter und –arbeiterinnen in Lagern untergebracht und u.a. in Ahauser Betrieben zur Arbeit gezwungen.

Die Stadt Ahaus, gegründet im Hochmittelalter um einen kleinen Herrensitz an der Aa, erlebte nach einer langen Blütezeit als fürstbischöflich-herrschaftlicher Mittelpunkt im Westmünsterland in der Frühzeit der Industrialisierung einen neuen Aufschwung. So ist das 19. Jahrhundert geprägt von der Ansiedlung erster Großbetriebe. Nicht mehr die vielen kleinen Handwerksbetriebe, sondern die industriell arbeitenden Firmen waren Motor für die boomende Wirtschaft.

Dies ist eine Pressemitteilung, die der Redaktion zugeschickt wurde, und die wir zur Information unserer Leser*innen unredigiert übernehmen.

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