Hotel „Fürst zu Stolberg“ – Heinrich Heine

Das Hotel „Heinrich Heine“ in Schierke im Harz wurde 1900 als „Hotel Fürst zu Stolberg“ eröffnet. Das imposante Gebäude verfügte schon damals über eine Zentralheizung, Warmwasser, ein Restaurant, Banketträume und eine hauseigene Rodelbahn – galt als Grandhotel. Perfekt, denn der Ort wurde zu einem Mekka für Wintersportler. Während des Zweiten Weltkriegs funktionierte man das Hotel als provisorische Entbindungsstation um. 1950 folgte die Umbenennung in „Heinrich Heine“. Da das Hotel nun an der innerdeutschen Grenze lag – also im Sperrgebiet – bekamen nur „zuständige Organe“ Zutritt.

Zu Zeiten der DDR gab sich die Prominenz die Klinke in die Hand. DDR-Größen, Parteifunktionäre und Kulturschaffende wurden im luxuriösen Ambiente einquartiert. Als die Wende kam, konnte der Betrieb nicht mehr mit der Konkurrenz des Westens mithalten. Das „Heine“ hatte seinen Charme verloren. 1995 folgte die endgültige Schließung. Seitdem wurde das Ensemble seinem Schicksal überlassen. Es verfiel, Teile stürzten aufgrund der Vernachlässigung und Natureinflüssen ein. 2016 wurden Pläne bekannt, nach denen die Heinrich-Heine-Resort GmbH Platz für die Errichtung einer Ferienhausanlage mit Vier-Sterne-Standard in typischer Harzarchitektur machen wollte, der Abbruch wurde für das Frühjahr festgelegt.

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Dokument erstellt am 22.05.2011
Letzte Änderung am 03.07.2014

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