Holzimprägnierungswerk Günter Ruhr

Das ehemalige Imprägnierungswerk Günter Ruhr im Wald bei Buir in Nettersheim (Kreis Euskirchen) firmierte bis 1997. Zuvor wurde diese 1994 übernommen. Letzte Zeugen eines ehemals florierenden Betriebes sind die alten Tanks der Kesseldruckimprägnierung. RTL machte die Fabrik 2009 bundesweit bekannt, als an diesem Ort Teile des Films „Der Vulkan“ gedreht wurden.

Als der letzte Betreiber, ein Harperscheider Sägewerksbesitzer, 2011 verstarb, schlugen die Nachfahren die Erbschaft aus. Selbst ein Nachlassverfahren durch das Amtsgericht in Gemünd endete ohne Ergebnis. Heute ist die Industrieruine herrenlos und verwildert, heißt, es gibt keinen Besitzer. Weil auch das Land jegliche Verantwortung zurückweist, muss die Gemeinde tätig werden und die ordnungsrechtliche Seite wahrnehmen.

Vorwürfe, das Areal und die Ruine wären mit Giftstoffen verseucht, konnten durch entsprechende Symbole auf Dosen, Kanistern, Verpackungen und Restbeständen teilweise bekräftigt werden. Für viele Anwohner waren und sind es die typischen Verschmutzungen, wie bei anderen Arealen auch. Immer wieder hatten Umweltorganisationen, übermotivierte Bürger und Pressevertreter den Ort besucht. Entsprechend verwirrend und unterschiedlich fielen die Berichterstattungen aus. Nach Angaben des Kreises Euskirchen habe man bereits diverse Giftstoffe entsorgt.

Was aber mit der Industrieruine zukünftig geschehen soll, steht in den Sternen.

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Dokument erstellt am 22.06.2017
Letzte Änderung am 22.06.2017

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