Höchster Schloss: Neues Sicherheitskonzept steht

Höchster Schloß, Ansicht vom Schloßplatz. Foto: EvaK/CC BY-SA 2.5

Frankfurt (dsd/aw). Mit der Vereinbarung eines Sicherheitskonzeptes haben die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) als Eigentümer und die Stadt Frankfurt am Main die Grundlage für die weitere Nutzung des Alten Schlosses Höchst gelegt. Bei der komplexen Erstellung des Sicherheitskonzeptes für die denkmalgeschützten Gebäude und das Gelände des Alten Schlosses inklusive der Terrassen hat die Stadt gemeinsam mit weiteren beteiligten Stellen die DSD intensiv begleitet. „Wir sind der Stadt Frankfurt für die konstruktive und fachlich fundierte Zusammenarbeit überaus dankbar“, so Dr. Steffen Skudelny vom Vorstand der in Bonn ansässigen privaten Stiftung.

Damit sind die Veranstaltungen des Kurzfilmfestivals „Shorts at Moonlight“ ebenso wie die „Sommernacht am Schloss“ und der Weihnachtsmarkt, die im letzten Jahr teilweise andere Orte finden mussten, wieder auf dem Schlossgelände möglich. In Checklisten und Plänen werden die notwendigen Auflagen des detaillierten Konzeptes etwa zu den Fluchtwegen, Notausgängen, Ordner-Posten, Flächen für Fliegende Bauten und Bestuhlung sowie Sicherheitsbeleuchtung nach der Hessischen Versammlungsstättenrichtlinie und der Muster-Richtlinie über den Bau und Betrieb Fliegender Bauten Hessen erläutert.

Die DSD wird die Abstimmung und Überprüfung der Eckpunkte des Konzepts mit den jeweiligen Veranstaltern vereinbaren, da sie haftet. Dabei ist es erklärtes Ziel, die Flächen auch weiterhin nicht kommerziell zu vermieten, sondern nur für Verwaltungsaufwand, Verbrauchskosten und für die Beseitigung von Schäden eine Pauschale zu erheben. „Wir wollen, dass das von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz liebevoll gepflegte Schlossgelände von den Höchstern weiterhin gerne und regelmäßig genutzt wird“, so Skudelny.

Das Alte Schloss in Höchst ist eines der bedeutendsten Baudenkmale in Höchst. Die ursprüngliche Burg wurde in der Renaissance zu einem der prächtigsten Schlösser des Mainzer Kurfürsten ausgebaut. Nach Brandschatzung im Dreißigjährigen Krieg und Abrissen in späterer Zeit blieben nur das Torhaus, der Schlossturm und der Renaissancetrakt erhalten. 2002 übernahm die DSD die Anlage, um ihren dauerhaften Erhalt zu gewährleisten. Die Innenräume des Alten Schlosses wurden umfangreich renoviert, um sie für Tagungen und Veranstaltungen zu Denkmalpflege-Themen sowie für Ausstellungen zur Verfügung stellen zu können.

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